Dienstag, 22. August 2017

[Rezension] Nightmares: Die Stunde der Ungeheuer – Jason Segel und Kirsten Miller


Titel: Nightmares – Die Stunde der Ungeheuer
Autor: Jason Segel und Kirsten Miller
Verlag: Dressler
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 346
ISBN: 978-3-791519-49-4
Preis: 17,99 € [D]


Mit seinen eigenen Albträumen kommt Charlie inzwischen gut zurecht. Was aber tun, wenn man plötzlich in einen fremden Traum gerät? Seit Kurzem landet Charlie nämlich in ICKs Träumen. Dabei hatte er gehofft, dieses seltsame Zwillingsmädchen, das mit seiner Schwester die Anderwelt fast zerstört hätte, endlich los zu sein. Charlie ist sich sicher: Die beiden führen auch dieses Mal nichts Gutes im Schilde.


- Die Stunde der Ungeheuer (Teil 3)


Sie bückte sich und spähte durch das Schlüsselloch.
(Seite 7)


Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Dieser dritte und finale Teil der Reihe hat den vorherigen Band noch einmal übertroffen. Ich hatte von Anfang an nicht die leiseste Ahnung, worauf die Geschichte mit ICK und INK hinauslaufen würde. Daher waren die Entwicklungen sehr spannend. Da Charlie außerdem eine vorgefertigte Meinung hat und als Erzähler auch nur diese weitergibt, habe ich die Situation genauso selektiv wahrgenommen wie er. Ich bin mit den gleichen Erwartungen und Vorurteilen in die Geschichte hinein gegangen. Da natürlich nichts so war wie es schien, hat mich die Handlung immer wieder überrascht.

Das gilt jedoch nicht nur für den Handlungsverlauf rund um die Zwillingsschwestern, sondern auch für die vielen Dinge, die Charlie im Laufe des Buches lernt. Eine Menge Aspekte, die ich genau wie Charlie als abgearbeitet angesehen habe, spielen in dieser Geschichte noch einmal eine Rolle. Beispielsweise wird seine „Schwarze Wut“ nochmals aufgegriffen, mit der er sich im ersten Buch auseinander gesetzt hat. Die Autoren haben in diesem Zusammenhang noch ein wenig Spielraum gefunden, der aber nicht gestellt, sondern wie von Anfang an eingeplant wirkt. Mehrfach bin ich davon überrascht worden, welche Botschaft eigentlich hinter dem jeweiligen Gespräch oder Verhalten stand, weil diese im letzten Band an einigen Stellen subtiler vermittelt wird als bisher.

Das Buch spinnt jedoch nicht nur eigentlich abgeschlossene Fäden noch ein Stück weiter, sondern greift auch alle noch offenen Handlungsstränge auf. Alle Fragen werden beantwortet, alle Prophezeiungen werden erfüllt. Das Ende ist komplett rund gestaltet, weil es die Geschichte vollständig abschließt. Damit ist den Autoren der Abschluss wirklich gut gelungen und dieser dritte Teil mein Lieblingsband der Reihe.


Der Abschlussband der Reihe ist rundum gelungen. Die Geschichte war spannend, weil ich nicht wusste, worauf sie hinauslaufen würde. Immer wieder traten überraschende Erkenntnisse zu Tage. Alle noch offenen Handlungsstränge wurden aufgegriffen, wunderbar ergänzt durch die Weiterführung eigentlich abgeschlossener Ereignisse. Charlie lernt wieder viel in diesem Buch. Diesmal werden die Botschaften jedoch zum Teil deutlich subtiler vermittelt als bisher. „Nightmares – Die Stunde der Ungeheuer“ ist ein rundum gelungenes Ende und bekommt dafür alle fünf Schreibfedern.

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