Mittwoch, 19. Juli 2017

[Rezension] Liberty 9: Todeszone – Rainer M. Schröder


Titel: Liberty 9 - Todeszone
Autor: Rainer M. Schröder
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 25. März 2013
Einband: Hardcover
Seiten: 540
ISBN: 978-3-570154-65-6
Preis: 18,99 € [D]

Klappentext:
Die Flucht aus Liberty 9 konfroniert Kendira und Dante endgültig mit der Wahrheit: dass sie in der prächtigen Lichtburg nur aufgezogen wurden, um für das Machtsystem ihrer Welt zu dienen – und zu sterben. Draußen im Wald verbünden sie sich mit den wilden Nightraidern, die sie früher für ihre Feinde hielten. Ihre Freunde in Liberty 9 zurückzulassen, kommt für sie jedoch keine Sekunde lang infrage. Aber wie sollen sie mit Pfeil und Bogen gegen die Hightech-Waffe der Guardians bestehen?
Und noch eine weitere Aufgabe wartet auf sie: der Weg zum so genannten Lichttempel, zu dem ein großer Teil der Electoren bereits verschleppt wurde. Und der führt mitten durch die gefürchtete Todeszone. Kendira, Dante und ihre Freunde wagen sich in die zerrütteten Städte der Dunkelwelt – und weit darüber hinaus.

Einordnung:
- Sicherheitszone (Teil 1) 
- Todeszone (Teil 2)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Nachdem mich der erste Band der Reihe in jeglicher Hinsicht einfach nur enttäuscht hat, habe ich beschlossen, den zweiten Band direkt anzuschließen, um der Gefahr vorzubeugen, dass er für immer ungelesen in meinem Regal verstaubt. Wirklich gelohnt hat es sich jedoch nicht. Mir hat dieser zweite Teil zwar ein wenig besser gefallen als der erste Band, aber gemocht habe ich ihn trotzdem nicht.

Einen Vorteil, den das Buch wohl hatte, war die Tatsache, dass ich schon wusste, worauf ich mich einzustellen hatte. An die vielen englischen Begriffe war ich beinahe schon gewöhnt und die ausschweifenden Beschreibungen habe ich nur noch überflogen. Dabei hatte ich aber insbesondere am Anfang trotzdem mehrere Déjà-vus. Nachgeprüft habe ich es nicht, aber viele Abschnitte, sowohl Beschreibungen als auch Erklärungen oder Zusammenfassung der bisherigen Handlung, kamen mir extrem bekannt vor. In den ersten Kapiteln, in denen der Leser wieder in die Geschichte eingeführt wird, hatte ich das Gefühl, dass der Autor die Absätze per Copy und Paste aus dem ersten Buch übernommen hat. Ich habe das, wie gesagt, nicht überprüft, aber allein das Gefühl hat ausgereicht, dass ich die ersten Kapitel beinahe vollständig übersprungen habe. Es hat mir im ersten Teil schon nicht gefallen, denselben Inhalt mehrfach lesen zu müssen, da wollte ich mich beim besten Willen nicht durch wortwörtliche Wiederholungen arbeiten.

Genauso viele Schwierigkeiten wie im ersten Teil hatte ich mit den Charakteren. Das Buch wird wieder von einem allwissenden Erzähler erzählt, dabei springt die Perspektive diesmal aber zwischen Kendira, Dante und Duke hin und her. Leider habe ich bis zum Schluss zu niemandem einen Zugang gefunden, auch nicht zu den Nebencharakteren. Die einzige Figur, die leichte Emotionen in mir geweckt hat (in Form von Antipathie), war Carson. Im Vergleich zum ersten Band hat der Autor seinen Charakter vollkommen umgekrempelt und aus ihm eine Figur gemacht, mit der ich mich gar nicht weiter auseinander setzen wollte. Möglicherweise war das ein geplanter Schachzug, um niemanden mit der Auflösung des Liebesdreiecks zu enttäuschen. Kendiras Liebesgeschichte bleibt im Übrigen nicht die einzige – überall schießen Beziehungen aus dem Boden, die in meinen Augen jeglicher Grundlage entbehren. Hauptsache, am Ende ist niemand mehr allein.

Ein wenig besser gelungen als im ersten Teil fand ich dagegen die Spannung. Zwei- oder dreimal war ich tatsächlich milde überrascht. Das gilt zwar nicht für das Geheimnis um den Lichttempel und für die Identität der Person, die in Liberty 9 heimlich nachts durch den Wald geschlichen ist, weil sich da tatsächlich alles genau so herausgestellt hat, wie ich es schon seit Mitte des ersten Bandes offensichtlich fand, aber in der weiteren Entwicklung gibt es doch hin und wieder leichte Wendungen. Außerdem nimmt die Dramatik ein wenig zu, weil die Charaktere auf der Reise durch die Todeszone tatsächlich anfangen zu sterben. Es ist zwar schon nach dem ersten Todesfall offensichtlich, dass sie in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit sterben – also die Personen, deren Name einmal erwähnt wurde, zuerst –, aber ob sie ihre Mission abgeschlossen haben würden, bevor der Tod die wichtigeren Charaktere erreicht, war tatsächlich nicht absehbar. Damit hat sich gegen Ende die Spannung ein bisschen gesteigert. Zumindest, bis die Geschichte dann einfach plötzlich mitten in der Handlung endet, als wäre dem Autor aufgegangen, dass er schon 540 Seiten geschrieben hat.

Fazit:
Das Buch hat mir nicht gefallen, aber es war besser als der erste Band. Leider waren auch hier die Charaktere wieder platt und die überall aus dem Boden schießenden Beziehungen hatten keinerlei Grundlage. Außerdem werden die Begebenheiten auch in diesem Buch wieder ausschweifend bis ins letzte Detail beschrieben. Teilweise hatte ich sogar das Gefühl, dass die Absätze wortwörtlich aus dem ersten Band kopiert sind. Der Großteil der Handlung war zudem wieder vorhersehbar und all meine Vermutungen haben sich bestätigt. Trotzdem gab es hin und wieder leichte Wendungen und gegen Ende kam etwas Spannung auf, da immer mehr Charaktere gestorben sind. Leider bricht die Geschichte dann mitten in der Handlung einfach ab, bevor es wirklich richtig spannend werden konnte. Insgesamt bekommt „Liberty 9 – Todeszone“ daher zwei Schreibfedern von mir.

Samstag, 15. Juli 2017

[Rezension] Liberty 9: Sicherheitszone – Rainer M. Schröder


Titel: Liberty 9 - Sicherheitszone
Autor: Rainer M. Schröder
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 27. August 2012
Einband: Hardcover
Seiten: 490
ISBN: 978-3-570154-64-9
Preis: 18,99 € [D]

Klappentext:
Kendira beherrscht die Regeln. Liberty 9, das riesige Valley samt der beeindruckenden Lichtburg, in der 200 junge Auserwählte leben, ist ihr Zuhause. In völliger Abgeschiedenheit vom Rest der Welt und umgeben von undurchdringlichen Schutzanlagen, leben die so genannten Electoren nach einem vorgegebenen Tagesrhythmus: Morgenappell, Unterricht, hochkonzentrierte computeranimierte Trainings für Körper und Geist. Kendira glaube zu wissen, warum. Sie trainiert für einen höheren Zweck – doch nicht alle in Liberty 9 sind so privilegiert wie sie.
Der junge Dante hat keine Zukunft. Kendira darf er sich eigentlich gar nicht nähern, aber eine unwiderstehliche Anziehungskraft bringt die beiden zusammen. Dantes Zweifel am grausamen System machen auch Kendira misstrauisch – und bringen beide in größte Gefahr. Denn Liberty 9 ist sicher – todsicher.

Einordnung:
- Sicherheitszone (Teil 1)
- Todeszone (Teil 2)

Rezension:
Durch dieses Buch habe ich mich echt gequält. Schon auf der vierten Seite war mir klar, dass der Schreibstil und ich nicht zusammen passen. Und je mehr ich gelesen habe, desto schlimmer wurde es. Es fing damit an, dass der Autor, der Deutscher ist, von Anfang an wild mit englischen oder aus dem Englischen eingedeutschten Begriffen um sich geworfen hat. Kendira und die anderen Auserwählten heißen „Electoren“, die Diener werden „Servanten“ genannt und die Wächter sind die „Guardians“. Außerhalb von „Liberty 9“ hält sich zudem eine Rebellengruppe auf, die als „Nightraiders“ bezeichnet wird. Auf dem Gelände der Sicherheitszone befinden sich mehrere Gebäude, unter anderem das „Gym“ und die „Tube“. In der „Tube“ werden computeranimierte Spiele gespielt und bei jedem „Run“ hoffen alle Auserwählten, dass sie zum „Driver“ bestimmt werden. Zudem sind die Regeln in der Sicherheitszone wirklich hart und wer einen Verstoß dagegen begeht, dessen Gehirn wird mittels Elektrode bearbeitet, indem der Strom große Teile des Gewebes zerstört, sodass der Verurteilte entweder stirbt oder schwerste geistige Einschränkungen erfährt. Diese Straft wird „Cleansing“ genannt. Und das sind nur einige Beispiele für englische Begriffe, generell gibt es kaum einen Absatz, in dem nicht mindestens eines dieser Wörter vorkommt. Die Geschichte spielt zwar in den USA, aber da die Hälfte der sozialen Ränge und Gebäude ausschließlich deutsche Namen trägt, finde ich die vielen englischen Begriffe irgendwie inkonsequent.
Noch viel mehr Schwierigkeiten hatte ich jedoch mit den sich dauernd wiederholenden, übertrieben detaillierten Beschreibungen. Es ist keinerlei Fantasie notwendig, um sich die Sicherheitszone und die einzelnen Gebäude vorzustellen, denn alles wird bis ins letzte Detail beschrieben. Wenn die Charaktere einen neuen Raum betreten, erfolgen zuerst Beschreibungen der Wände, des Bodens, der Decke und der Möbel sowie aller anderen Dinge, die sich in diesem Raum befinden. Gleiches gilt jedoch auch für Orte unter freiem Himmel und überhaupt alles andere. Teilweise musste ich an die Schreibtipps denken, die überall im Internet für angehende Autoren zu finden sind: Benutze Adjektive! Das hat der Autor in dieser Geschichte wirklich nach Lehrbuch getan. Mir ist in den ellenlangen Beschreibungen leider häufig die Handlung verloren gegangen. Insbesondere, da es mit der ersten Beschreibung leider nicht vorbei war. Jede Person, jeder Ort und jedes Objekt hat mindestens ein charakteristisches Adjektiv zugewiesen bekommen, das jedes Mal genannt werden musste, wenn die Person, der Ort oder das Objekt genannt wurden. Besonders hat sich mir da die „hagere, asketische Gestalt“ des Primas Templeton eingebrannt. Als diese Wortkombination zum fünften Mal auftauchte, habe ich aufgehört zu zählen.

Diese Adjektive, die den Personen zugeordnet sind, sind außerdem beinahe die einzigen Eigenschaften, die die Charaktere haben. Ansonsten sind sie bis zum Schluss alle platt, emotionslos und stereotyp geblieben. Kendira ist zwar die Protagonistin, ihr Weg wird aber von einem allwissenden Erzähler begleitet, sodass es nur hin und wieder Einblicke in ihre Gefühle und Gedanken gibt. Neben ihr sind, natürlich, noch zwei Jungen wichtig: Dante, der aufregende, rebellische Diener, und Carson, der begabte, gut aussehende Auserwählte. Dass beide sich in Kendira verlieben und Kendira ebenfalls für beide Gefühle entwickelt, muss ich wohl kaum erwähnen. Viel mehr als diese prototypische Konstellation gibt es zu den Charakteren auch nicht zu sagen, denn das ist alles, was sie ausmacht. Vielleicht abgesehen davon, dass alle Auserwählten leichtgläubig, wankelmütig und manipulierbar sind. Denn die Argumente, die Dante für seine Zweifel am System äußert, sind so schwach, unbegründet und aus der Luft gegriffen, dass sie eigentlich niemanden überzeugen sollten, der von Geburt an mit allen Lügen und Manipulationen in der Sicherheitszone gelebt hat.

Damit sind auch schon zwei Punkte angesprochen, die dafür sorgen, dass im Grunde keinerlei Spannung aufkommt: Die Entdeckungen, die Dante macht, sind beim besten Willen nicht dramatisch genug, um sich darüber aufzuregen, und der allwissende Erzähler nimmt jede Szene, die Spannungspotenzial hätte, eindeutig vorweg. Außerdem sind auch die restlichen Elemente der Geschichte vorhersehbar. Für mich gab es keine einzige Überraschung in den 52 Kapiteln. In gewisser Weise ist das kein Wunder, denn dieser erste Band beantwortet keine einzige Frage, die in der Geschichte aufgeworfen wird. Der Leser wird gemeinsam mit den Charakteren in jeder Hinsicht auf den zweiten Teil vertröstet. Das wird dann allerdings wohl dazu führen, dass mich der zweite Band auch nicht fesseln kann, denn bei mehreren Aspekten, die dort hoffentlich endlich enthüllt werden, bin ich mir sicher, dass ich das jetzt schon weiß. Der erste Band der Reihe ist jedenfalls in jeder Hinsicht durchsichtig.

Fazit:
Durch das Buch habe ich mich gequält. Mit dem Schreibstil kam ich von Anfang an nicht zurecht. Die vielen englischen oder eingedeutschten Begriffe haben mich gestört. Außerdem waren die ellenlangen Beschreibungen so detailliert, dass die Handlung dazwischen verloren gegangen ist. Zudem sind die Adjektive, mit der eine Person oder ein Objekt beschrieben wurden, bei jeder Nennung der Person oder des Objekts ebenfalls wieder genannt worden, sodass das Buch fast nur aus ständigen Wiederholungen derselben Wortkombinationen besteht. Die platten, wankelmütigen Charaktere mit dem prototypischen Liebesdreieck konnte mich ebenfalls gar nicht ansprechen. Und die durchsichtige Handlung sowie der allwissende Erzähler, der immer alles schon vorher verraten hat, haben dem Buch jegliche Spannung geraubt. Als anstrengendes, plattes, langweiliges, vorhersehbares Buch bekommt „Liberty 9 – Sicherheitszone“ nur eine Schreibfeder von mir.

Donnerstag, 13. Juli 2017

[Aktion] Top Ten Thursday #27 | 10 Bücher, die du im Sommer 2017 lesen möchtest

Wie die letzten Male, habe ich mir auch diesmal angeschaut, wie erfolgreich ich denn bei meinen bisherigen Read-Next-Listen war. Traurigerweise habe ich die noch immer nicht alle abgearbeitet, obwohl sie echt schon ewig alt sind und obwohl einige Bücher fast jedes Mal auf der Liste standen. Von den Listen aus dem Herbst und Winter 2015 sowie Sommer und Herbst 2016 habe ich jeweils sechs Bücher gelesen, wobei die sich teilweise überschneiden. Von der Liste aus dem Winter 2016 arbeite ich immerhin gerade das siebte Buch ab. Trotzdem eine traurige Bilanz. Ich bin sehr gespannt, inwieweit das diesmal anders sein wird. Ich habe Lust auf alle zehn Bücher auf der Liste, aber es kommt dann ja doch immer anders.
Weitere Informationen zur Aktion findet ihr bei Steffis Bücherbloggeria. :)


Das heutige Thema:
10 Bücher, die du gerne im Sommer 2017 lesen möchtest 

Meine Top Ten:
Da ich Rick Riordan liebe, muss ich "Die Abenteuer des Apollo" lesen, sobald es am 31. August erscheint. Außerdem möchte ich die Kurzgeschichte zu "Die Dämonenakademie" lesen, da ich die Geschichte liebe und das Buch außerdem ein Rezensionsexemplar ist.

Mit der "Göttlich"-Reihe kämpfe ich schon ewig. Es wird Zeit, dass ich den letzten Band endlich mal lesen. "Lady Midnight" dagegen ist ein erster Teil, dessen Fortsetzung aber im Herbst erscheint. Bis dahin möchte ich das Buch auf jeden Fall gelesen haben.

Auch schon ewig angefangen habe ich die "Nightmares"-Reihe. Erst erschien der dritte Teil ewig nicht, jetzt schaffe ich es einfach nicht, die Reihe mal weiter zu lesen. Zum Glück passt der zweite Teil diesen Monat zur 'Stadt, Land, Fluss'-Challenge.

"Der Prinz der Elfen" ist auch ein Rezensionsexemplar, das ich echt dringend mal lesen sollte. Das liegt schon beschämend lange bei mir herum. Kürzlich eingezogen ist dagegen "Simon vs. The Homo Sapiens Agenda". Das wird so gehyped, dass ich es lesen möchte, bevor es Staub ansetzt.

Kurze Lektüre für zwischendurch (immerhin ist Prüfungszeit) ist "Touchdown zum Glück". Das habe ich von der Messe mitgebracht und seitdem liegt es im Regal. Genau wie "Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück". Das Buch war eine Entdeckung auf der Messe und ich musste es unbedingt sofort kaufen! Tja.


Habt ihr eines der Bücher schon gelesen?
Welche Bücher nehmt ihr euch für den Sommer vor?

Dienstag, 11. Juli 2017

[Rezension] Die Farben des Blutes: Goldener Käfig – Victoria Aveyard


Titel: Die Farben des Blutes - Goldener Käfig
Autor: Victoria Aveyard
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 30. Juni 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 635
ISBN: 978-3-551583-28-4
Preis: 23,99 € [D]

Klappentext:
Mare, die rote Rebellin mit den Silber-Kräften, kehrt zurück an den Hof – doch dieses Mal nicht als falsche Prinzessin oder Spionin. Sie ist jetzt eine Gefangene der Krone, ein Spielball der Macht. Um sie herum spinnt der junge König sein Netz aus Intrigen, Lügen und unerwarteten Bündnissen. So hofft er die Kontrolle zu behalten über ein Land, das an der Schwelle zur Revolution steht.

Einordnung:
- Die rote Königin (Teil 1) 
- Gläsernes Schwert (Teil 2) 
- Goldener Käfig (Teil 3)
- noch unbekannt (Teil 4)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Auf dieses Buch habe ich mich schon ewig gefreut, weil ich die Geschichte um Mare wirklich liebe. Deshalb wollte ich dann auch gleich mal in die ersten Kapitel rein lesen. Tja, was soll ich sagen? „Rein lesen“ ist ausgeartet in acht Stunden Dauerlesen, bis ich die Augen einfach nicht mehr offen halten konnte. Das Buch war so spannend, dass ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Leider war es zu dick, um es an einem Stück zu verschlingen.

Die Handlung hat mich von der ersten Seite an mitgerissen, obwohl phasenweise gar nicht so viel passiert ist. Denn generell ist das Buch ganz schön politisch. Zum Großteil wird die Geschichte wieder von Mare erzählt, die sich als Gefangene am Königshof befindet. Doch da Maven sie gerne zur Schau stellt oder als sein Spielzeug verwendet, bekommt sie trotzdem viele Entwicklungen mit, wenn auch nur vor- oder nachher durch Erzählungen und nicht „live“. Jetzt im Nachhinein fällt mir auf, dass manchmal ganz Kapitel nur aus Mares Monologen bestehen. Das ist jedoch keinesfalls langweilig, weil die Entwicklungen spannend sind und der Schreibstil packend. Damit wird der Leser immer auf dem Laufenden gehalten, wie sich das Land gerade entwickelt. Immer wieder schließt Mare von Mavens Verhalten auf seine Gedanken und leitet daraus sein künftiges Verhalten ab. Oder sie erfährt von bestimmten Handlungen und schließt daraus auf die Ursachen und Gründe. Das liefert ein vollständiges Bild zur Handlung aus der Perspektive des Königshofs. Es hat mir sehr gefallen, auch mal die Hintergründe zu verstehen und mir nicht bloß auf Basis der Konsequenzen alles selbst zusammen reimen zu müssen.
Zwischendurch werden aber auch immer wieder einzelne Kapitel von Cameron erzählt, die sich als Neublüter bei der Scharlachroten Garde aufhält. Damit wird der Leser auch aus dieser Perspektive mit einem steten Strom von Informationen versorgt. Zwar sind diese Informationen nicht so umfassend, da die Garde nach dem Motto operiert, dass niemand mehr wissen soll als er wissen muss, aber es hilft trotzdem, die Entwicklungen nachzuvollziehen.

Die Einblicke in die Unternehmungen der Scharlachroten Garde sind es auch, bei denen ich zuerst etwas den Überblick verloren habe. Denn was sich schon im letzten Band angekündigt hat, wird hier nun weiter ausgeführt: Die Rebellion gegen die Zwei-Klassen-Gesellschaft betrifft nicht nur das Königreich Norta, sondern auch die umliegenden Länder. Bei diesen handelt es sich jedoch nicht nur um Königreiche, sondern auch Fürstentümer und demokratische Republiken. Sie alle sind in irgendeiner Art und Weise in den Konflikt eingebunden, teils aktiv, teils passiv, teils freiwillig und teils gezwungenermaßen. Hinzu kommt dann, dass auch das Königreich Norta langsam aber sicher zerfällt, die einzelnen Häuser rebellieren und sich lossagen – oder eben auch nicht. Es hat nicht lange gedauert, bis ich den Überblick verloren hatte, wer nun auf wessen Seite steht, welche Seiten es eigentlich überhaupt gibt und wer warum wessen Marionette ist. Der ganze Konflikt ist dermaßen komplex geworden, dass ich Stift und Zettel gebraucht hätte, um alles nachvollziehen zu können. Auf der einen Seite hat mich das gestört, weil ich manchmal etwas verwirrt war, auf der anderen Seite haben die Komplexität und das Chaos aber dafür gesorgt, dass die Handlung unvorhersehbar wurde. Es änderte sich ständig alles, die Handlung war immer in Bewegung und die Umstände haben sich laufend verändert. Das war richtig gut gemacht, für mein Hirn nur leider einen Tick zu viel.

Fazit:
Das Buch hat mich von der ersten Seite an so mitgerissen, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Obwohl die Handlung an vielen Stellen sehr politisch ist, ist die Geschichte spannend gewesen. Da Mare aus der Perspektive des Königshofs und Cameron aus der Perspektive der Scharlachroten Garde berichtet, hatte ich als Leser ein vollständiges Bild zu Ursachen, Gründen und Konsequenzen verschiedener Entwicklungen inklusive Hintergrundinformationen. Das hat mir sehr gefallen. Leider ist der Konflikt gegen Ende so komplex geworden, dass ich nicht mehr ganz folgen konnte. Zwar wurde die Handlung dadurch unvorhersehbar, aber ich war öfter verwirrt als mir lieb war. „Goldener Käfig“ bekommt daher vier Schreibfedern von mir.

Samstag, 8. Juli 2017

[Rezension] Als die schwarzen Feen kamen – Anika Beer


Titel: Als die schwarzen Feen kamen
Autor: Anika Beer
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 12. März 2012
Einband: Softcover
Seiten: 445
ISBN: 978-3-570401-47-7
Preis: 12,99 € [D]

Klappentext:
Völlig unerwartet wird die fünfzehnjährige Marie eines Tages von Gabriel, dem Schwarm ihrer Mitschülerinnen, angesprochen. Gabriel vermag die Wesen zu sehen, die sich im Schatten der Menschen verbergen, und in Maries Schatten bemerkt er etwas Beunruhigendes: einen Schwarm gefährlich anmutender schwarzer Feen. Gabriels Angebot, ihr zu helfen, lehnt Marie zunächst ab, doch als es den Feen gelingt, in die Realität einzubrechen, geht sie erneut auf ihn zu. Gemeinsam versuchen sie, das Wesen der schwarzen Feen zu ergründen. Dabei stoßen sie auf eine düstere Stadt aus Obsidian, die Marie einst in ihrer Phantasie schuf, die jetzt aber von den schwarzen Feen beherrscht wird. Mit Gabriels Hilfe will Marie es wagen, die Obsidianstadt zu betreten, um sich den Feen zu stellen ...

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Das Buch lag Ewigkeiten auf meinem SuB, bevor ich es jetzt endlich erlöst habe. Es hat mich ganz gut unterhalten, mehr aber auch nicht. Das größte Problem des Buches ist die Vorhersehbarkeit. Die große „Überraschung“ des Endes wird mehr als deutlich schon vorweggenommen – auf Seite 52. Aber auch kleinere Handlungsdetails, die Liebesgeschichte und die Frage, wer nun eigentlich der Bösewicht ist, sind ziemlich offensichtlich. Das liegt vor allem daran, dass leider einige Klischees bedient werden, vor allem im Hinblick auf die Bösewichte. Das hat mich wirklich enttäuscht. Aus einigen Stereotypen scheinen wir einfach nicht herauszukommen: Der Mörder ist immer der Gärtner, die Deutschen sind immer Neo-Nazis und so weiter.

Meine Schwierigkeiten hatte ich außerdem mit Protagonistin Marie. Sie ist zickig, ständig beleidigt und eindeutig immer noch pubertierend. Die vollkommen irrelevanten Auseinandersetzungen mit ihren vermeintlichen Freundinnen sind ein solcher Zickenkrieg, dass ich beinahe die Augen verdreht hätte. Hinzu kommt, dass Marie Gabriel anschmachtet als hinge ihr Leben davon ab. Mit den immer gleichen Worten beschreibt sie die immer gleichen Gedanken und Gefühle, die aufkommen, wenn sie in seiner Nähe ist. Daraus besteht im Grunde das erste Viertel des Buches. Zum Glück wird die Geschichte abwechselnd von Marie und Gabriel erzählt. Letzterer ist deutlich reifer und mehr auf die Sache konzentriert, sodass ich während seiner Kapitel ein wenig durchschnaufen konnte.

Als dann die Handlung, die nichts mit Maries zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun hat, endlich ins Rollen kam, wurde das Buch aber besser. Die Idee der Geschichte finde ich nach wie vor sehr interessant. Wie Marie ihre Feen hat, so hat jeder Mensch ein Monster in seinem Schatten, das aus Trauer, Wut und Angst besteht. Gabriel kann die Wesen in den Schatten sehen. Und diese Monster müssen unter Kontrolle gehalten werden, obwohl die meisten Menschen nicht einmal davon wissen. Diese Idee hat mich von Anfang an fasziniert und ich war mir eine Zeit lang nicht sicher, ob es sich tatsächlich um ein Fantasy-Buch handelt oder ob das alles bloß Metaphern sind. Letztendlich trifft beides zu, denke ich. Die Monster existieren in der Geschichte wirklich, aber für den Leser ist die Geschichte eine Metapher für den Kampf gegen Ängste, Depressionen und andere negative Gefühle, die manchmal die Kontrolle an sich reißen und mit sozialer Unterstützung besser im Zaum zu halten sind.

Fazit:
Das Buch hat mich ganz nett unterhalten. Die Handlung um die Feen ist interessant und die Idee fasziniert mich. Mir gefällt, dass die Kreaturen in den Schatten sowohl echte, physische Monster als auch metaphorische, psychische Gegner sind. Gleichzeitig war die Handlung aber leider sehr vorhersehbar. Es werden eine Menge Klischees und Stereotype bedient. Auch konnte ich mit Protagonistin Marie nichts anfangen. Zwischen den Zickenkriegen mit ihren vermeintlichen Freundinnen und ihrer dauerhaften Schwärmerei für Gabriel kommt sie kaum zur Geltung. Insgesamt vergehe ich an „Als die schwarzen Feen kamen“ daher drei Schreibfedern.

Donnerstag, 6. Juli 2017

[Rezension] Die Dämonenakademie: Die Inquisition – Taran Matharu


Titel: Die Dämonenakademie – Die Inquisition
Autor: Taran Matharu
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 22. Mai 2017
Einband: Softcover
Seiten: 485
ISBN: 978-3-453269-93-4
Preis: 12,99 € [D]

Klappentext:
Auf Fletcher und seine Freunde an der Dämonenakademie wartet eine ganz besondere Herausforderung: Die Schüler des Abschlussjahrgangs werden auf eine gefährliche Mission ins Reich der Orks geschickt – und das ganze Königreich schaut ihnen dabei zu. Erfüllen sie ihren Auftrag, erwarten sie Ruhm, Ehre und endlich Frieden in Hominum. Gemeinsam mit ihren Dämonen machen sie sich auf den Weg ins Abenteuer. Doch in ihrer Mitte gibt es einen Verräter ...

Einordnung:
- Der Erwählte (Teil 1) 
- Die Inquisition (Teil 2)
- Die Prophezeiung (Teil 3, erscheint im Januar 2018)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Das Buch hat mir eine schlaflose Nacht beschert, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Atmosphäre hat mich sofort in die Geschichte gezogen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Dieses Buch ist alles andere als ein typischer Mittelteil, denn es steht dem genialen ersten Band in nichts nach.
Es beginnt mit Fletchers Gerichtsverhandlung, nachdem er ein Jahr in einem dunklen Kerker eingesperrt war. Obwohl der Klappentext ja schon verrät, dass Fletcher es irgendwie schaffen muss, aus der Haft zu entkommen, war die Verhandlung wahnsinnig spannend. Ich habe Fletchers ohnmächtige Wut gegen das gestellte Verfahren mit ihm geteilt, wurde von einigen Enthüllungen überrascht und habe bis zum Schluss gebangt.
Das hat sich auch nicht geändert, als im Anschluss daran die Mission begann, auf die Fletcher, seine Freunde und aber auch seine Feinde geschickt werden. Die Geschichte war einfach von vorne bis hinten packend. Ich kann den dritten und letzten Band jetzt schon kaum noch erwarten.

Spannend gewesen ist das Buch vor allem wegen der unvorhersehbaren Handlung. Einige Dinge konnte ich mir denken, aber oftmals hatte ich nicht die geringste Vorstellung davon, wie es denn weiter gehen sollte. Besonders in Bezug auf den Verräter bin ich bis zum Schluss im Dunklen getappt, obwohl ich eine Menge Charaktere zwischenzeitlich in Verdacht hatte. Das und das Ende dieses Buches habe ich wirklich nicht kommen sehen.
Neben dem spannenden Drama ist dieser zweite Teil jedoch auch inhaltlich interessant, denn gemeinsam mit den Figuren dringt der Leser in bisher unbekannte Gebiete der Welt vor, die bevölkert sind von Wesen, die in der Geschichte bisher noch nie aufgetaucht sind. Ganz naiv habe ich angenommen, dass Fletchers Vorstellungen vom Rest der Welt zutreffen, sodass ich gemeinsam mit ihm mehr als überrascht sein konnte. Es hat mir gut gefallen, wie das Buch mich neugierig gemacht hat.

Am allerbesten hat mir jedoch auch in diesem Buch wieder Protagonist Fletcher gefallen. Wie schon im ersten Teil habe ich auch hier wieder sofort eine Verbundenheit mit ihm verspürt. Er denkt und handelt wie ich und hat dieselben Ideen und Impulse. Dadurch hat die Geschichte mich unglaublich mitgerissen, denn wenn ich wollte, dass sie sich in eine bestimmte Richtung entwickelt, hat Fletcher dafür gesorgt, dass sie das getan hat. Er hat alles, was ich mir je von einem Protagonisten gewünscht habe.
Besonders erwähnenswert finde ich die Tatsache, dass er nicht der Prototyp eines Helden ist. Er sieht sich nicht als „der Gute“, der auf Biegen und Brechen jedem das Leben retten muss, auch wenn alle schon vorher wissen, dass irgendein geretteter Feind ihm am Ende das Genick brechen wird. Wenn ihn die Wut überkommt, folgt er seinen Impulsen, auch wenn sie gewalttätig sind. Darin habe ich mich auf Ebene der Geschichte zutiefst mit ihm verbunden gefühlt, denn manchmal wollte ich einfach, dass bestimmte Charaktere den Tag nicht überleben. Moralisch mag das fraglich sein, aber ich habe mich sehr gefreut, mit Fletcher einen Protagonisten kennen zu lernen, der das genauso sieht und nicht übermäßig altruistisch und gutherzig ist. Immerhin befinden sie sich im Krieg.

Fazit:
Das Buch hat mir genauso gut gefallen wie der erste Teil. Die Handlung war spannend, es gab mehrere überraschende Enthüllungen, die neuen Orte und Spezies fand ich sehr interessant und die Atmosphäre hat mich so gepackt, dass ich das Buch in einer Nacht durchgelesen habe. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Außerdem bin ich nach wie vor ein bisschen verliebt in Fletcher. Das Gefühl der Verbundenheit war von der ersten Seite an da und er denkt noch immer, was ich denke, tut, was ich tun würde, und folgt auch fragwürdigen Impulsen genau so, wie ich es mir gewünscht habe. „Die Dämonenakademie – Die Inquisition“ ist ein rundum gelungener zweiter Teil, der alle fünf Schreibfedern bekommt.


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Heyne fliegt Verlag und das Bloggerportal Randomhouse.

Mittwoch, 5. Juli 2017

Neuzugänge #82


Dafür, dass es im Juli keine einzige Neuerscheinung gibt, die mich interessiert, sind ziemlich schnell schon wieder ziemlich viele Bücher bei mir eingezogen. Ein Rezensionsexemplar ist dabei, die anderen Bücher habe ich selbst gekauft. Aber immerhin werde ich drei Bücher direkt lesen, sodass sie nicht ewig auf dem SuB verstauben. SuB-Abbau geht anders, aber man kann ja nicht alles haben...


Als Rezensionsexemplar habe ich "Die Dämonenakademie - Wie alles begann" vom Bloggerportal Randomhouse erhalten. Den zweiten Teil der Reihe habe ich gerade beendet, da bin ich sehr gespannt, welche Geschichte dieses kurze eBook mir zu erzählen hat. Ich liebe die Welt, die der Autor erschaffen hat. Dafür finde ich hoffentlich bald Zeit.

Ungeplant ist "Simon vs. The Homo Sapiens Agenda" auf meinem SuB gelandet. Das Buch stand zwar schon ewig auf meiner Wunschliste, aber eigentlich hatte ich nicht vor, es zu kaufen. Aber ich bin kein Freund von Versandkosten, da zahle ich dann lieber das Geld für ein Buch. Und schon ist das Buch auf meinem SuB gelandet. Aber ich bin schon echt gespannt auf die Geschichte, also vielleicht schaffe ich es noch diesen oder spätestens nächsten Monat.

Schon ewig gefreut habe ich mich auf "Goldener Käfig". Die ersten beiden Teile der Reihe haben mir richtig gut gefallen. Deshalb wird das Buch auch sofort gelesen, wenn ich mit meiner aktuellen Lektüre durch bin. Als ich es abgeholt habe, hat es mich wirklich überrascht, was das für ein Brocken ist. Scheinbar hatte die Autorin viel zu erzählen. Das macht mich nur noch neugieriger.

Nach ewiger Wartezeit ist außerdem endlich "Family don't end with blood" bei mir angekommen. In dem Buch geht es darum, wie die Fernsehserie Supernatural das Leben der Fans und der Darsteller verändert hat. Es beinhaltet 28 Kapitel, in denen verschiedene Personen von ihren persönlichen Erlebnissen berichten. Das Vorwort habe ich bereits gelesen und ich hatte dabei schon Tränen in den Augen, obwohl ich gar nicht der Typ für rührselige Reaktionen bin. Das wird auf jeden Fall eine tränenreiche Lektüre.

Samstag, 1. Juli 2017

[Statistik] Juni 2017

Der Juni war nicht so lesereich wie erwartet. Und ich habe auch kein einziges der Bücher gelesen, die ich mir vorgenommen hatte. Die Uni hat einfach nicht zugelassen, dass ich mehr Zeit mit meinen Büchern verbringe. Trotzdem bin ich ganz zufrieden, weil ich zum ersten Mal seit ... einer Weile wieder alle Neuzugänge sofort gelesen habe. Außerdem haben mir alle Bücher ganz gut gefallen, eines hat sogar das Potenzial, mein Jahreshighlight zu werden.


Neuzugänge:

- "Die Roboter-Chroniken V: Die zweite Schöpfung" von Wolfgang Bellaire [Rezensionsexemplar]
- "Nemesis: Geliebter Feind" von Anna Banks [Rezensionsexemplar]
- "The Love Interest" von Cale Dietrich [Kauf]

Gesamtanzahl: 3 Bücher






Gelesen:

- "Nemesis: Geliebter Feind" von Anna Banks (429 Seiten) [4/5]
- "Die Roboter-Chroniken V: Die zweite Schöpfung" von Wolfgang Bellaire (197 Seiten Seiten) [3/5]
- "Magnus Chase: Der Hammer des Thor" von Rick Riordan (497 Seiten) [4/5]
- "The Love Interest" von Cale Dietrich (373 Seiten) [5/5]

Bücher insgesamt: 4 Bücher
Seiten insgesamt: 1496 Seiten
durchschnittliche Bewertung: 4 von 5 Schreibfedern
durchschnittliche Anzahl der Tage auf dem SuB: 9 Tage







Highlight des Monats:


Dieses Buch hat das Potenzial, mein Jahreshighlight zu werden. Die Idee und die Geschichte an sich sind schon interessant, aber die Metaebene ist einfach genial. Der Autor knöpft sich alle Klischees vor, die in modernen Jugendbüchern vorkommen, und pulverisiert sie mit der Handlung seines Buches. Die Verknüpfung zwischen Buchebene und Metaebene ist ihm dabei perfekt gelungen. Also, wer die Klischees in Jugendbüchern leid ist, insbesondere die ewig gleichen Liebesdreiecke: Schnappt euch dieses Buch und genießt es!


Enttäuschung des Monats:


Schlecht war das Buch nicht, aber enttäuscht hat es mich trotzdem. Es ist eine spannende Fortsetzung, die interessant aufbereitet ist. Allerdings ist der Antagonist in diesem Buch so stark, dass die Gruppe der Helden nicht ein einziges Mal Erfolg hat. Sie werden im wahrsten Sinne des Wortes platt gewalzt. Und mit machtlosen, schwachen, davon rennenden, sich versteckenden Helden möchte ich mich eigentlich nicht identifizieren.