Freitag, 26. Mai 2017

Neuzugänge #80


Der Mai hatte eine ganze Menge wunderbare Neuerscheinungen. Da ich aber ohnehin kaum Zeit zum Lesen habe, habe ich mir eine Prioritätenliste erstellt, welche Bücher ich sofort brauche und welche nicht. Zwei Bücher sind direkt am Erscheinungstag bei mir eingezogen, der Rest muss warten. Außerdem habe ich auf dem Bücherflohmarkt der Stadtbibliothek noch ein Buch gekauft.


Dem zweiten Band von "Die Dämonenakademie" habe ich schon ewig entgegen gefiebert. Den ersten Teil fand ich einfach genial und ich bin richtig gespannt, wie es mit Fletcher weiter geht. Das Buch ist als Rezensionsexemplar bei mir eingezogen und wird gelesen, sobald ich meine aktuelle Lektüre beendet habe.
Die zweite Neuerscheinung, die sofort bei mir einziehen musste, war "Magnus Chase - Der Hammer des Thor". Der erste Teil hat mich begeistert, wie es die Bücher von Rick Riordan eigentlich immer tun. Kaum stand ich vor der Tür der Buchhandlung, habe ich schon angefangen zu lesen. Weit bin ich noch nicht gekommen, aber witzig war es trotzdem schon. Allein die Kapitelüberschriften sind genial. Die Bücher von Rick Riordan sind die einzigen, bei denen ich jemals das Inhaltsverzeichnis lese...
Auf dem Bücherflohmarkt habe ich außerdem "Zeitenzauber - Die goldene Brücke" mitgenommen. Da habe ich schon jede Menge von gehört und bin gespannt, wie mir die Reihe gefallen wird. Allerdings ist das der zweite Band (nur zweite Bände in meinen Neuzugängen diesmal...), sodass ich mir erst mal den ersten Teil zulegen muss, bevor ich damit beginnen kann.

Dienstag, 23. Mai 2017

[Rezension] Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung – Michael Karner


Titel: Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung
Autor: Michael Karner
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsdatum: 01. Mai 2017
Einband: eBook
Seiten: 330
ISBN: 978-1-520722-61-0
Preis: 3,99 € [D]

Klappentext:
Praya ist die Prinzessin des Juwels der Wüste, doch etwas ist besonders an ihr. Um ihre ewige Jugend zu bewahren, wurde sie in einen Tiefschlaf versetzt. Als der junge, ehrgeizige Monsterjäger Ducarte und ein friedfertiger Kung-Fu-Mönch mit dubioser Vergangenheit zu ihrer Rettung auftauchen, verfolgt jeder seine eigenen geheimen Pläne. Doch jemand will der Prinzessin das Leben rauben. Das ungleiche Trio muss sich zusammenschließen, um eine Flucht über drei Kontinente anzutreten. Von der sengenden Wüste, zu frostbefallenen Wäldern, gelangen sie auf die Spur ihrer Verfolger. Doch je mehr sie die Verschwörung aufdecken, desto eher gerät ihre Heimat in Gefahr. Als ein vermeintlicher Verbündeter die Helden unerwartet in die Arme des übermächtigen Feindes treibt, ist der einzige Ausweg, sich ihm zu stellen. Denn Praya erinnert sich langsam an ihre magischen Kräfte. Ihre Familie hielt sie noch aus einem anderen Grund gefangen ...

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Mit der Geschichte habe ich mich leider ziemlich schwer getan. Ich versuche immer noch, einen Überblick zu bekommen und den Sinn zu verstehen, aber ich habe das Gefühl, als würde ich mir einen Knoten ins Gehirn denken. Das ganze Buch ist für mich bis zum Schluss nicht so richtig greifbar geworden – weder die Charaktere noch das Setting noch die Handlung. Insbesondere Setting und Handlung haben dafür gesorgt, dass ich ständig ins Schwimmen geraten bin und nie so genau wusste, woran ich denn jetzt eigentlich bin.

Die wichtigsten Charaktere des Buches sind Prinzessin Praya, Mönch Chauhan und Monsterjäger Ducarte. Sie fliehen gemeinsam vor den Attentätern, die Praya das Leben nehmen wollten, und durchqueren dabei die halbe Welt. Leider bleiben sie alle trotz der vielen Handlung sehr blass und haben kaum Persönlichkeit. Es hat fast bis zur Mitte des Buches gedauert, bis ich mir merken konnte, dass der Erzähler Ducarte heißt und nicht „Ich“. Sie alle geben kaum etwas von ihrer Vergangenheit Preis und wenn sie doch einmal darüber sprechen, dann in kurzen, mysteriösen Aussagen, mit denen ich überhaupt nichts anfangen konnte. Außerdem scheinen sie keinerlei Emotionen zu haben und transportieren dementsprechend auch keine zum Leser. Praya beispielsweise hat keine Angst, als sie unerwartet aus ihrem Tiefschlaf gerissen wird und mitten in einem Kampf landet. Auch zucken weder sie noch ihre Begleiter mit der Wimper, als sie einen mehrere Dutzend Meter hohen Wasserfall herunter springen müssen. Als Prayas Leben in Gefahr ist, wird sieht sie zwar kurz „beunruhigt“ aus, mehr Emotionen sind ihr aber nicht zu entlocken. Gleiches gilt auch für ihre Begleiter. Nicht einmal die Gefühle des Erzählers Ducarte werden dem Leser mitgeteilt. Alle drei Charaktere sind so tiefenentspannt, dass mich die Stimmung nicht mitreißen konnte, weil überhaupt keine aufkam.
Hinzu kommen unverständliche oder unglaubwürdige Motivationen der Charaktere. Bis zum Schluss habe ich nicht verstanden, warum Praya ohne zu zögern mit zwei fremden Männern aus dem Fenster springt und nicht nur die Stadt, sondern gleich auch noch den Kontinent verlässt. Sie zögert nie, sie hinterfragt nie, als wäre das alles abgesprochen gewesen. Aus welchem Grund der Mönch in ihrem Zimmer aufgetaucht ist, welche Ziele er eigentlich verfolgt hat und warum er eine Allianz mit Ducarte gebildet hat, ist mir leider auch immer noch unklar. Etwas deutlicher werden Ducartes Absichten formuliert, immerhin ist er der Erzähler. Aber auch bei ihm verstehe ich nicht, warum er den Mönch nicht ausgeschaltet, sondern sich – in meinen Augen vollkommen unnötig – mit ihm verbündet hat. Außerdem hatte ich, als das erste Mal erwähnt wird, warum er hinter der Prinzessin her ist, die Hoffnung, dass das ein Witz war. Leider stellt sich irgendwann heraus, dass dieses absurde Ziel, das in keinster Weise erklärt wird, tatsächlich sein Ernst ist.

Ähnlich wie mit den Charakteren ging es mir auch mit der Welt, die der Autor sich ausgedacht hat. Für mich wurde dabei an den falschen Stellen ins Detail gegangen, denn wie genau eine Burg aufgebaut ist und welche Räume es dort gibt, hilft mir nicht dabei, der Geschichte zu folgen, wenn ich nicht einmal weiß, in welchem Land die Charaktere sich gerade befinden. Die Länder, Städte, Bevölkerungsgruppen und Kontinente werden aber immer nur kurz genannt oder so grob beschrieben, sodass ich mir nicht wirklich etwas darunter vorstellen konnte. Die Flut an Namen konnte ich mir beim besten Willen nicht merken, da das Trio auf der Flucht immer nur kurz an einem Ort verweilt und dann schon ins nächste Land reist, wo es andere Städte und Bevölkerungsgruppen gibt. Ich bin nicht einmal sicher, ob das wirklich alles unterschiedliche Regionen und Menschen waren oder ob die Charaktere nicht einfach verschiedene Namen für ein und dasselbe verwenden. Eine Karte hätte mir da vielleicht weitergeholfen, denn ich habe ziemlich schnell den Faden verloren, wo die Charaktere gerade sind. Die Erklärungen waren einfach zu kurz, um irgendetwas verstehen zu können, sodass ich absolut keinen Schimmer habe, wie die Welt eigentlich aussieht.

Die größten Schwierigkeiten hat mir beim Lesen jedoch die Tatsache bereitet, dass ich das Gefühl hatte, nur das halbe Buch vor mir zu haben. Immer wieder finden sich Sprünge in der Handlung oder in Ducartes Gedanken, die mich völlig verwirrt haben. Ich hatte ständig das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben. Beispielsweise gehen sie in eine Stadt, um den Auftraggeber ihrer Verfolger zu finden, aber plötzlich findet eine große Versammlung mit Vertretern vieler Gruppierungen statt, an der sie natürlich teilnehmen. Die komplette Erklärung, wann und warum sie ihren Plan geändert haben und was sie damit bezwecken, fehlt. Und solche Szenen gibt es leider zu Hauf. Ich war so sehr damit beschäftigt, mir ständig Fragen zu stellen wie „Wie kommen sie da jetzt plötzlich hin?“ oder „Wie haben sie dies jetzt gemacht?“ oder „Warum machen sie denn jetzt plötzlich jenes?“, dass ich keine Kapazitäten übrig hatte, um Gefallen an der Geschichte zu finden. Es ist, als wären die Handlungen und die Dialoge der Geschichte jedes Mal weiter gelaufen, wenn ich das Lesen unterbrochen habe, sodass ich erst an einer späteren Stelle wieder einsteigen konnte, obwohl ich ja eigentlich direkt den folgenden Satz gelesen habe. So viele Dinge wurden mir als Leser nicht mitgeteilt, dass ich die (erfolglosen) Versuche, der Geschichte zu folgen, als extrem ermüdend empfunden habe.

Fazit:
Das Buch war leider überhaupt nichts für mich. Die Charaktere sind blass und haben kaum Persönlichkeit, sodass ich mir nicht einmal den Namen des Erzählers merken konnte. Außerdem empfinden und transportieren sie keinerlei Emotionen und ihre Motive und Ziele sind unklar bis unglaubwürdig. In der Welt habe ich mich bis zum Schluss nicht zurecht gefunden und konnte der Reise damit nicht folgen. Die unendlich vielen Namen für Städte, Länder und Bevölkerungsgruppen kombiniert mit sehr kurzen oder gar keinen Erklärungen dazu haben mich mehr verwirrt als erleuchtet. Der Handlung selbst konnte ich auch nicht folgen, weil ich ständig das Gefühl hatte, dass Teile fehlten. Gedankengänge, Dialoge und Handlung sprangen ohne roten Faden herum. Da mich „Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung“ ermüdet, verwirrt und mit jeder Menge Fragezeichen im Gesicht zurücklässt, kann ich nicht mehr als eine Schreibfeder vergeben.


Ich bedanke mich trotzdem bei Autor Michael Karner für das Rezensionsexemplar.

Samstag, 20. Mai 2017

[Rezension] Plötzlich Prinzessin – Meg Cabot


Titel: Plötzlich Prinzessin
Autor: Meg Cabot
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 01. November 2002
Einband: Softcover
Seiten: 285
ISBN: 978-3-570300-58-9
Preis: 6,95€ [D]

Klappentext:
Vollblut-New-Yorkerin Mia fällt aus allen Wolken. Sie soll Prinzessin von Genovia sein und nun in dem verschnarchten kleinen Fürstentum das Zepter schwingen? Niemals! Mia wehrt sich – bis ihre royale Großmutter eingreift und ein heilloses Durcheinander anzettelt.

Einordnung:
- Plötzlich Prinzessin (Teil 1)
- Power, Prinzessin! (Teil 2)
- Prinzessin sucht Prinz (Teil 3)
- Dein Auftritt, Prinzessin! (Teil 4)
- Prinzessin in Pink (Teil 5)
- Bühne frei, Prinzessin (Teil 6)
- Party, Prinzessin! (Teil 7)
- Keine Panik, Prinzessin! (Teil 8)
- Peinlich, peinlich, Prinzessin! (Teil 9)
- Dein Herzensprinz, Prinzessin! (Teil 10)

Rezension:
Dieses Buch wollte ich schon länger lesen, weil mir der Film sehr gut gefallen hat. Allerdings musste ich ziemlich schnell feststellen, dass sich Buch und Film doch ordentlich unterscheiden. Die Charakter haben ganz andere Eigenschaften, Namen wurden verändert, Genovia ist kein Königreich, sondern ein Fürstentum, Mias Vater lebt noch, einige Figuren existieren gar nicht und der Fokus der Geschichte liegt auch ganz woanders. Deshalb habe ich mich zum Teil wirklich schwer getan, mich in dem Buch zurecht zu finden. Normalerweise wäre das zwar eher Kritik an der Verfilmung, aber da der Film so dermaßen viel besser ist als das Buch, bin ich froh über jede Änderung, die gemacht wurde. Als ich das erste Drittel des Buches gelesen hatte, war ich so verzweifelt darüber, wie diese schöne Geschichte verhunzt wurde, dass ich mir erst einmal den Film ansehen musste. Das sage ich wirklich nicht oft, aber wer die Wahl hat, sollte sich für den Film entscheiden!

Am wenigsten gefallen haben mir an diesem Buch die Charaktere. Die Autorin hat es nämlich tatsächlich fertig gebracht, nicht eine einzige auch nur halbwegs sympathische Figur zu erschaffen. Am schlimmsten ist Protagonistin Mia. Bei dem Buch handelt es sich nicht nur um ihre Geschichte, sondern eigentlich um ihr Tagebuch, sodass all ihre Gedanken und Meinungen ungefiltert mitgeteilt werden. Prinzipiell wäre das nicht schlecht, wenn sie sich nicht gerade in der schlimmsten Phase der Pubertät befinden würde. Da sie gerade aber gerade ein absolut zickiger Teenager ist, fand ich sie unendlich nervtötend. Außerdem benutzt sie ständig mitten im Satz französische Wörter, die ich teilweise tatsächlich nachschauen musste, weil der Satz sonst überhaupt keinen Sinn ergeben hat. Das hat den Lesefluss enorm unterbrochen.
Sympathischer sind aber auch die übrigen Charaktere nicht, obwohl einige zur Auswahl stehen. Mias Mutter ist exzentrisch und weltfremd, sodass im Grunde Mia den Haushalt führen und fast schon selbst die Mutterrolle übernehmen muss. Ihr Vater ist dauerhaft genervt, arrogant und hochnäsig. Ihre Großmutter ist eine kaltherzige Hexe. Ihre beste Freundin ist eine egoistische Zicke. Der Bruder der besten Freundin ist ein gemeiner Blödmann. Ihr Schwarm ist sensationsgeiler Mistkerl. Und so weiter und so weiter. Und keiner dieser Charaktere macht in irgendeiner Weise eine Wandlung durch, sodass ich sie alle von Anfang bis Ende überhaupt nicht mochte.

Leider reißt die Handlung auch nicht heraus, was die Charaktere verbocken. Im Grunde geht es in dem Buch nämlich eigentlich gar nicht darum, dass Mia plötzlich eine Prinzessin ist und lernen muss, damit umzugehen. Das ist nur ein Ereignis mehr, das Mia einen Grund gibt, ständig und überall immer genervt und bockig zu sein. Wenn sich nämlich tatsächlich Entwicklungen bezüglich ihres Prinzessinnen-Daseins ergeben, hat die Autorin diese Szenen einfach übersprungen. Das Buch liest sich, im negativsten Sinne, wie das, was es ist: Das Tagebuch eines 14jährigen Teenagers mitten in der Pubertät. Die Hälfte der Zeit ist sie damit beschäftigt, ihren Schwarm anzuschmachten und zu beschreiben, was er getan hat, selbst wenn er nur an seinem Spind lehnte. In der übrigen Zeit schildert sie ausführlich, auf wen sie jetzt schon wieder wütend ist und wie gemein und ungerecht die Welt doch ist. Diese Schilderungen wiederholen sich abwechselnd, hin und wieder untermauert von ein bisschen mehr Handlung als bloß einem weiteren Tag in der Schule.

Einen einzigen Lichtblick gab es, als Mia eine Selbsterkenntnis hatte, bei der ich ihr nur absolut zustimmen konnte. Leider hatte sie das eine Seite später schon wieder vergessen:

"Oh Gott, nur weil ein Jungs mich vielleicht nett finden könnte, verliere ich vollkommen den Verstand.
Ich kotze mich selbst an."
(S. 227)

Fazit:
Diese Reihe werde ich auf jeden Fall nicht weiter verfolgen. In diesem Buch kommt keine einzige sympathische Figur vor. Am meisten missfallen hat mir Protagonistin Mia selbst. Sie ist ein 14jähriger Teenager mitten in der schlimmsten Phase der Pubertät und hat mir damit den letzten Nerv geraubt. Da es sich bei dem Buch um ihr Tagebuch handelt, musste ich auf jeder zweiten Seite ihre weit ausschweifend erzählten Zickereien ertragen, während sie dazwischen nur damit beschäftigt ist, einen totalen Mistkerl anzuschmachten. Dann endet das Buch. Wer sich für die Geschichte interessiert, sollte also den Film anschauen und bloß die Finger vom Buch lassen. Für „Plötzlich Prinzessin“ ist mehr als eine Schreibfeder wirklich nicht drin.

Donnerstag, 18. Mai 2017

[Aktion] Top Ten Thursday #24 | 10 Bücher von deiner Wunschliste

Es ist eine ganze Weile her, dass ich das letztes Mal beim Top Ten Thursday mitgemacht habe. Da die ellenlange Wunschliste ja aber leider ein unerschöpfliches Thema ist, bin ich dieses Mal dabei. Aufgelistet habe ich die Bücher, die ich aktuell am liebsten sofort lesen würde. Dabei erscheinen einige erst demnächst, einige sind schon älter und bei einem Titel bin ich mir nicht sicher, ob er überhaupt noch übersetzt wird. Trotzdem freue ich mich auf all diese Bücher und musste mich beim Erstellen des Posts sehr zusammen reißen, um sie nicht einfach spontan zu kaufen.
Weitere Informationen zur Aktion findet ihr bei Steffis Bücherbloggeria. :)


Das heutige Thema:
10 Bücher von deiner Wunschliste 

Meine Top Ten:

Ich liebe Rick Riordan. Deshalb steht es absolut außer Frage, dass ich "Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel" sofort lesen möchte, wenn es am 31. August erscheint. Ich bin total gespannt auf die Geschichte und echt erleichtert, dass die Reihe jetzt doch noch übersetzt wird.
Noch länger warten muss ich auf "Angelfall - Am Ende der Welt". Das Buch erscheint nämlich erst am 09. Januar 2018. Ich bin jetzt schon ganz ungeduldig, weil ich unbedingt wissen möchte, wie diese spannende Geschichte mit den tollen Charakteren endet.

Seit ich "Die Chroniken der Unterwelt" gelesen habe, hat mich das Schattenwelt-Fieber gepackt. Irgendwie finde ich diese Welt so faszinierend, dass ich gar nicht aufhören kann, die Bücher darüber zu verschlingen. Auch wenn es "Chroniken der Schattenjäger - Clockwork Angel" leider nicht mehr mit dem alten Cover gibt, das viel besser zu den restlichen Reihen passt.
Seit dem Erscheinungsdatum schleiche ich außerdem um "Diabolic - Vom Zorn geküsst" herum. Erst wollte ich es lesen, dann nicht mehr, aber dann waren alle meine Blogger des Vertrauens so begeistert, dass es jetzt doch wieder ganz weit oben auf der Wunschliste steht.

Auf "Die Dämonenakademie - Die Inquisition" bin ich auch schon sehr gespannt. Zum Glück erscheint das Buch schon am 22. Mai, sodass ich nicht mehr lange warten muss. Ich werde es verschlingen, sobald ich es in die Finger bekomme. Die Geschichte hat mir echt richtig gut gefallen und Fletcher trifft meinen Geschmack einfach auf ganzer Linie.
Genauso schnell werde ich "Goldener Käfig" verschlingen, wenn es am 30. Juni endlich erscheint. Die Reihe finde ich einfach genial mit ihren vielen Intrigen und Wendungen. Da habe ich echt noch überhaupt keine Vorstellung, wie die Geschichte enden könnte. Auch wenn es, glaube ich, noch einen vierten Teil geben soll.

Bei "Hamish und die Nimmerleute" bin ich mir leider nicht sicher, ob die Übersetzung überhaupt noch auf Deutsch erscheint. Geplant war sie für diesen Monat, aber mittlerweile sind nirgendwo mehr Informationen zu dem Buch zu finden. Ich hoffe wirklich, dass sich das nur verzögert hat, den ersten Teil der Reihe habe ich nämlich geliebt!
Auch der erste Teil der Reihe "Masterminds" hat mir richtig gut gefallen. Daher bin ich auf "Masterminds - Im Sog des Verbrechens" auch schon echt gespannt. Der erste Band steckte voller Überraschungen und war sehr gut gemacht. Für den zweiten Teil hege ich dieselbe Hoffnung.

"Simon vs. The Homo Sapiens Agenda" steht schon ewig auf meiner Wunschliste. Mittlerweile ist es sogar auf Deutsch erschienen, aber mich sprechen Titel und Cover im Englischen einfach mehr an. Ich hoffe wirklich, dass ich in nicht allzu ferner Zukunft Zeit für dieses Buch habe. Bis dahin muss es auf der Wunschliste bleiben.
Gleiches gilt auch für "Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche". Auf das Buch bin ich schon Monate vor Erscheinungdatum aufmerksam geworden und habe ihm richtig entgegen gefiebert. Trotzdem habe ich es bisher irgendwie noch nicht geschafft, das Buch zu kaufen, geschweigen denn zu lesen.


Habt ihr eines der Bücher schon gelesen?
Welche Bücher stehen auf eurer Wunschliste ganz oben?

Dienstag, 16. Mai 2017

[Rezension] Daniel is different – Wesley King


Titel: Daniel is different
Autor: Wesley King
Verlag: Magellan
Erscheinungsdatum: 18. Januar 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 299
ISBN: 978-3-734847-10-3
Preis: 17,00 € [D]

Klappentext:
Warum ist die Zahl vier schlecht und weshalb muss er den Lichtschalter dauernd an- und wieder ausknipsen? Daniel hat absolut keine Ahnung, aber eins ist sicher: Das kann doch nicht normal sein! Genau deswegen darf auch niemand von seinen komischen Angewohnheiten erfahren – vor allem nicht sein bester Freund Max und erst recht nicht seine Traumfrau Raya! Aber dann hält das Leben eine Begegnung für ihn bereit, die seine Welt auf den Kopf stellt.

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Der Protagonist der Geschichte heißt Daniel, ist 13 Jahre alt und ich finde ihn total niedlich. Er ist ein unglaublich liebenswerter Charakter, aber nicht etwa wegen seiner Höflichkeit, sondern wegen seiner unbescholtenen, kindlichen Naivität. Und obwohl ich nicht immer mit ihm gefühlt habe, haben seine Erzählungen sehr viele verschiedene Emotionen bei mir ausgelöst. Insbesondere am Anfang habe ich sehr viel gelacht, obwohl ich das erste Kapitel eigentlich schon aus der Leseprobe kannte. Die Ernsthaftigkeit, mit der Daniel seine Gedanken beschreibt, liest sich wie knochentrockener Humor und ist wirklich witzig. Beispielsweise erklärt er, dass er im Internet gelesen hat, dass Männer Hosen mit Bügelfalten tragen sollen, wenn sie Frauen gefallen wollen, und dass er das nun tatsächlich in Erwägung zieht. Zum Glück bringt sein Bruder ihn davon ab, denn als er einen schrecklichen Lehrer in solch einer Hose sieht, analysiert er vollkommen ernsthaft, dass er sich damit wohl lächerlich gemacht hätte. Über solche Kleinigkeiten denkt Daniel viel und intensiv nach, aber auf einem liebenswerten, kindlichen Niveau.

Es gibt jedoch auch Szenen, in denen ich ihn nicht einfach nur niedlich fand, sondern in denen ich wirklich mit ihm gefühlt und gelitten habe. Denn obwohl sonst niemand von seinen komischen Angewohnheiten wissen darf, erzählt Daniel den Lesern von den Zaps, wie er sie nennt. Wann immer ihn ein solcher Zap überkommt, hat der Autor sehr eindrücklich geschildert, welche Gedanken Daniel durch den Kopf gehen und welche Konsequenzen daraus folgen. Das fand ich von Anfang an bedrückend, auch wenn Daniel manchmal einfach nur eine aufgeschriebene Zahl durchstreicht und dann alles vorbei ist. Je mehr er in Stress gerät und je mehr Sorgen er sich macht, desto schlimmer werden die Zaps aber. Beispielsweise schaltet er normalerweise abends fünfmal das Licht ein und aus, bevor er ins Bett geht. Damit fühlt er sich besser. Als er jedoch eines abends mit einer Gehirnerschütterung ins Bett gehen will, ist er so ängstlich, dass er es dreihundertundfünf Mal ein- und wieder ausschalten muss, bevor es sich richtig anfühlt. Manchmal muss er Bewegungen mehrere dutzend Male wiederholen, bevor er glaubt, es richtig gemacht zu haben. Einmal tritt er ganze siebzehn Minuten immer wieder auf eine Fuge und wieder herunter, bevor er es schafft, weiter zu gehen. In diesen Szenen habe ich genauso gelitten wie Daniel. Seine Qualen haben mir Tränen in die Augen getrieben. Der Autor hat seine Probleme so eindrücklich geschildert, dass mich das wirklich fertig gemacht hat. Als Psychologiestudentin kann ich sagen, dass diese Beschreibungen absolut authentisch sind und dass dieses Buch sehr viele korrekte Informationen enthält – das hat es für mich aber irgendwie nur noch schlimmer gemacht.

Natürlich hat das Buch aber auch noch andere Handlung als Daniels Angewohnheiten. Denn eines Tages erhält er eine mysteriöse Nachricht, in der er um Hilfe gebeten wird. Als er sich näher damit befasst, gerät er in mehrere brenzlige Situationen und erlebt ein ganz schönes Abenteuer. Das Buch beinhaltet jedoch nur nicht ein Abenteuer, sondern gleich zwei. Nebenbei schreibt Daniel nämlich auch noch an einem Buch. Daraus werden immer wieder Kapitel abgedruckt. Im Grunde habe ich also zwei Geschichten in einer bekommen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, das zu lesen. Insbesondere, da das Buch im Buch manchmal spannender war als die eigentliche Geschichte um Daniel. Denn trotz des Abenteuers, das er erlebt, ist Daniel für meinen Geschmack ein bisschen sehr häufig damit beschäftigt, zu erzählen, wie sehr er Raya mag. Außerdem haben sich die Szenen mit den Footballspielen irgendwann sehr in die Länge gezogen, da Daniel nur manchmal aufs Feld muss, um einmal gegen den Ball zu treten und dann wieder auf die Bank zurück zu kehren. Das hätte ich wirklich nicht dreimal lesen müssen. Insbesondere, da ich überhaupt keine Ahnung von Football habe und mir so nicht einmal vorstellen konnte, was er denn da eigentlich tut.

Fazit:
Das Buch hat mich sehr berührt. Daniels unschuldige, kindliche Naivität macht ihn zu einem sehr liebenswerten Charakter, über dessen Äußerungen ich mehrfach herzlich lachen musste. Auf der anderen Seite werden seine Angewohnheiten, bestimmte Dinge wiederholt zu tun, sehr eindrücklich beschrieben. Seine Qual und Verzweiflung haben mir die Tränen in die Augen getrieben. An dieser Stelle ist das Buch sehr authentisch und voller wissenschaftlich korrekter Informationen. Außerdem ist die Handlung größtenteils spannend, denn zum einen erlebt Daniel ein ziemliches Abenteuer und zum anderen schreibt er ein spannendes Buch, aus dem immer wieder Kapitel abgedruckt sind. Nur die Beschreibungen der Footballspiele und seiner Zuneigung zu Raya haben sich irgendwann nur noch wiederholt und mich eher gelangweilt. „Daniel is different“ bekommt daher insgesamt vier Schreibfedern von mir.

Sonntag, 14. Mai 2017

[Rezension] More happy than not – Adam Silvera


Titel: More happy than not
Autor: Adam Silvera
Verlag: Soho Teen
Erscheinungsdatum: 26. April 2016
Einband: Softcover
Seiten: 293
ISBN: 978-1-616956-77-6
Preis: 10,49 € [D]

Klappentext:
Sixteen-year-old Aaron Soto is struggling to find happiness after a family tragedy leaves him reeling. He's slowly remembering what happiness might feel like this summer with the support of his girlfriend Genevieve, but it's his new best friend, Thomas, who really gets Aaron to open up about his past and confront his future. As Thomas and Aaron get closer, Aaron discovers things about himself that threaten to shatter his newfound contentment. A revolutionary memory-alteration procedure, courtesy of the Leteo Institute, might be the way to straighten himself out. But what if it means forgetting who he truly is?

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Wow, was für ein Buch. Es ist wahnsinnig tiefgründig, ohne dabei die Handlung aus den Augen zu verlieren. Es hat mich zum Lachen gebracht, während ich eigentlich noch geweint habe. Ich bin voller Hoffnung verzweifelt. Und ich liebe das blöde Ende. „Silvera managed to leave me smiling after totally breaking my heart“, sagt Becky Albertalli (Autorin von „Simon vs. The Homo Sapiens Agenda“, dt. „Nur drei Worte“) über das Buch. Da kann ich ihr nur absolut zustimmen. Diese Achterbahnfahrt der Gefühle hat mich völlig fertig gemacht, aber ich liebe das Buch.

Ein Aspekt, der mich vom ersten Moment an gepackt hat, ist der Erzählstil. Ich hatte das Buch kaum angefangen, da musste ich schon über die ersten Wortwitze lachen. Ich-Erzähler Aaron teilt meinen Humor, weswegen er mir ziemlich schnell sympathisch war. Aber auch abgesehen von gelungenen Wortwitzen ist das Buch angenehm zu lesen. Obwohl Aaron ein sechszehnjähriger Junge ist, der nicht gerade aus den besten Verhältnissen stammt, erzählt er seine Geschichte in anständigem Englisch. Nur wenn er sich aufregt, baut er manchmal vor jedem Substantiv und vor der Hälfte der Verben das Wort 'fucking' ein, aber das passt immer absolut in die Szene und hält auch nie länger als eine halbe Seite an. Außerdem benutzen er und seine Freunde häufig den Ausdruck „No homo“, aber in Anbetracht der LGBTQ+ Thematik des Buches ist das schon wieder witzig. Abgesehen von diesen kleinen, passend verwendeten Details hat der Autor darauf verzichtet, Aaron in nervtötender Jugendsprache erzählen zu lassen. So hat das Lesen Spaß gemacht.

Begeistert hat mich außerdem die Entwicklung der Geschichte. Während der ersten Hälfte des Buches dachte ich, ich hätte die Geschichte durchschaut und wüsste, womit ich noch rechnen muss. Der Klappentext scheint ja auch nicht gerade uneindeutig zu sein. Aber dann bin ich in der Mitte des Buches angekommen und mir wurde klar: Ich wusste überhaupt nichts. Ich hatte, ehrlich gesagt, nicht damit gerechnet, dass das Buch überhaupt eine überraschende Wendung haben würde, und schon gar nicht damit, in welche Richtung diese gehen würde. Das hat der Autor wirklich richtig genial gemacht. Ab diesem Zeitpunkt war das Buch ganz anders als erwartet. Die Handlung war überhaupt nicht mehr vorhersehbar. Hinweise auf zukünftige Ereignisse waren geschickt im Text versteckt und im Nachhinein doch offensichtlich. Das Buch ist aber trotz aller Wendungen aus beiden Perspektiven (unwissend beim Lesen und aufgeklärt am Ende) absolut schlüssig, sinnig und packend. Im Grunde war jede Seite zweimal eine Überraschung – einmal durch die Unvorhersehbarkeit während des Lesens und einmal durch die unerwartete Erklärung, welche Bedeutung die Szene eigentlich wirklich hat. Das hat mich so mitgerissen, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

Fazit:
Das Buch hat mich in jeder Hinsicht absolut überzeugt. Der Erzählstil ist sehr angenehm, flüssig zu lesen und die Wortwitze sind lustig. Die Handlung ist kein Stück vorhersehbar, denn die Geschichte läuft auf zwei Ebenen ab: Überraschungen während des Lesens und nochmalige Überraschung, wenn die eigentliche Bedeutung der Szene offenbart wird. Das war wirklich packend. Außerdem hat mich das Buch auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen, nach der ich selbst die Aspekte, die ich hasse, absolut liebe. „More happy than not“ hat mich genau so hinterlassen, nämlich more happy than not, und bekommt dafür alle fünf Schreibfedern.

Freitag, 5. Mai 2017

[Rezension] Kalte Nächte, warme Herzen – Sarina Bowen


Titel: Kalte Nächte, warme Herzen
Autor: Sarina Bowen
Verlag: Rennie Road Books
Erscheinungsdatum: 01. Februar 2017
Einband: eBook
Seiten: 268
ISBN: 978-1-942444-33-6
Preis: 2,99 € [D]

Klappentext:
Er kann sie nicht haben. Und er kann niemandem sagen wieso.
Ski Champion Dane „Danger“ Hollister geht keine Beziehungen ein, seine Gründe dafür hält er allerdings geheim. Der Fluch, den er von seiner Mutter geerbt hat, wird ihn irgendwann alles kosten: Seinen Platz im olympischen Ski Team, seine Sponsoren und seine Fähigkeit, in Höchstgeschwindigkeit einen Berg runter zu rasen.
Country Girl wider Willen, Willow Reade, trifft Dane durch puren Zufall. Ihr ins Schleudern geratener Pick-up Truck drängt ihn während eines Schneesturms von der Straße. Während sie gemeinsam über Nacht in seinem Jeep gestrandet sind, kommen sich die beiden einsamsten Menschen in Vermont näher, als sie gedacht hätten.
Und doch kann keiner von beiden absehen, wie sehr ihr kleines Zusammentreffen nicht nur Danes erschreckendes Geheimnis gefährdet, sondern auch Willows vorläufigen Frieden, den sie mit sich und ihren Entscheidungen geschlossen hat. Nur gegenseitiges Vertrauen und Verstehen kann ihren Schmerz beenden und ihnen eine hart erkämpfte Chance auf Liebe bringen.

Einordnung:
Das Buch ist der erste Teil der „Gravity“-Reihe. Die Bücher der Reihe haben jedoch alle unterschiedliche Protagonisten und können daher unabhängig voneinander gelesen werden.

Rezension:
Mit der Rezension zu diesem Buch tue ich mich wirklich schwer. Ich weiß gar nicht so richtig, was ich eigentlich sagen soll. Das Buch hat so gut wie keine Handlung und die wenigen Handlungsfetzen sind allesamt vorhersehbar. Mehr weiß ich nicht zu berichten. Im Grunde hat das Buch damit ganz genau meinen Erwartungen entsprochen, denn so sind New Adult Bücher nun einmal. Da ich aber schon andere Bücher der Autorin gelesen habe, die mich tatsächlich richtig mitgerissen haben, hatte ich gehofft, ihr Erzählstil würde die Geschichte interessanter machen. Daher habe ich dem Buch trotzdem eine Chance gegeben.

Leider hat sich ziemlich schnell herausgestellt, dass überhaupt kein Platz für große Erzählkunst ist. Denn im Grunde besteht das Buch aus explizit beschriebenen Sexszenen, zwischen denen sich die Charaktere anschmachten. Die Zeit, in der nichts von beidem passiert, wird mit kurzen Zusammenfassungen übersprungen. Die Handlung beginnt direkt rasant damit, dass Willow im Schneesturm die Kontrolle über ihr Auto verliert und Dane beim Versuch, ihr auszuweichen, ebenfalls im Graben landet. In diesem Tempo geht es dann auch weiter, denn nach 23 Seiten ist Willow bereits verliebt. Und nach 38 Seiten haben sie das erste Mal Sex. Für Charakterisierungen der Figuren, Beschreibungen der Umgebung und Erwähnung aller anderen Aspekte, die eine Geschichte greifbar, authentisch und lebendig machen, ist keine Zeit.
Erst gegen Ende kam hin und wieder ein bisschen Atmosphäre auf. Gerade Danes Begeisterung, wenn es ausnahmsweise einmal um den Ski-Sport geht, hat mich angesprochen. Leider liebt er den Sport eigentlich gar nicht wirklich, sodass diese Szenen sehr selten waren. Dafür habe ich in seinem Trainer Karl einen sympathischen Nebencharakter gefunden, an den ich mein Herz hängen konnte. Das hat mich positiv überrascht, da ich die Charaktere, die mehr als einmal auftauchen, an einer Hand abzählen kann.

Ansonsten wartet das Buch leider mit keinerlei Überraschung auf. Es ist alles ganz genau so wie ich es erwartet habe. Beide Charaktere sehen umwerfend aus, brechen all ihre Regeln füreinander und welchen Fluch Dane von seiner Mutter geerbt hat, ist mehr als offensichtlich. Zu den Dingen, die ich schon vor Beginn des Buches vorhersagen konnte, gesellten sich dann immer mehr Aspekte, deren Entwicklung nach der ersten Erwähnung auf der Hand lag. Es gab nicht ein einziges Detail, das mich überrascht hat. Damit hat das Buch überhaupt keine Spannung und ist weder packend noch berührend.

Fazit:
Das Buch ist ganz genau so wie ich es erwartet habe. Es hat im Grunde keine Handlung, weil die Charaktere sich fast immer anschmachten oder Sex haben. Dadurch bleibt der tolle Erzählstil der Autorin vollkommen auf der Strecke. Die wenigen Handlungsfetzen, die es gibt, sind allesamt vorhersehbar. Dreiviertel der Geschichte konnte ich erzählen, ohne eine einzige Seite gelesen zu haben. Und die restlichen Entwicklungen waren im Verlauf der Geschichte mehr als offensichtlich. Für das kurze Aufblitzen von Atmosphäre am Ende und für den sehr sympathischen Trainer Karl bekommt „Kalte Nächte, warme Herzen“ gerade so noch zwei Schreibfedern.


Ich bedanke mich beim Übersetzer Michael Drecker dafür, dass er es mich mit dem Rezensionsexemplar hat versuchen lassen.

Mittwoch, 3. Mai 2017

[Rezension] Vier Farben der Magie – V.E. Schwab


Titel: Vier Farben der Magie
Autor: V.E. Schwab
Verlag: Fischer Verlag
Erscheinungsdatum: 27. April 2017
Einband: Softcover
Seiten: 464
ISBN: 978-3-596296-32-3
Preis: 9,99 € [D]

Klappentext:
Es gibt vier Farben der Magie: Im roten London befindet sie sich im Gleichgewicht mit dem Leben. Im weißen London wird die Magie versklavt, kontrolliert, unterdrückt. Dem grauen London ist sie fast abhandengekommen. Und im schwarzen London hat sie das Leben selbst vertilgt.
Als einer der wenigen Antari springt Kell zwischen den verschiedenen Welten hin und her. Doch er führt ein Doppelleben: Er ist Botschafter der Könige, aber auch ein Schmuggler. Eines Tages wird ihm als Bezahlung für einen außergewöhnlichen Botengang ein schwarzer Stein zugesteckt. Dass es sich um ein mächtiges magisches Artefakt handelt, merkt er erst, als er sich von einem gefährlichen Feind verfolgt sieht, der ihm das gute Stück abjagen möchte und dabei vor keinem Mittel zurückschreckt.
Auf der Flucht trifft der Magier die gewitzte Diebin Delilah Bard, die Kell zunächst ausraubt, ihm dann aber hilft. Allerdings erwartet sie eine Gegenleistung von ihm ...

Einordnung:
- Vier Farben der Magie (Teil 1)
- Die Verzauberung der Schatten (Teil 2, erscheint im November 2017)
- Die Beschwörung des Lichts (Teil 3, Erscheinungsdatum unbekannt)

Rezension:
Bei Büchern hadere ich häufig mit den Protagonisten. Ich brauche lange, um mit ihnen warm zu werden, falls das überhaupt jemals geschieht. In diesem Buch stellte sich das Problem aber überhaupt gar nicht. Vom ersten Moment an wusste ich, dass ich meine Freude an Kell und Delilah, kurz Lila, haben würde. Sie waren mir beide auf Anhieb sympathisch. Kell finde ich niedlich, er ist beeindruckend mächtig, bescheiden und loyal. Auch Lila ist stark und darüber hinaus verfolgt sie zielstrebig ihren Traum und missachtet frech jegliche Autorität. Beide haben mir im Charakter wie in ihrer Erzählweise sehr zugesagt. Daher war ich nicht darauf eingestellt, dass sie bei ihrem ersten Treffen einfach keinerlei Chemie haben. Das hat mich wirklich überrascht, aber es hat mir auch wunderbar gefallen. Dadurch hat der Leser die Chance zu beobachten, wie erste Spuren von Sympathie sichtbar werden, als sich Kell und Lila notgedrungen miteinander arrangieren. Erst im Laufe der Zeit entwickelt sich langsam eine platonische Zuneigung. Das läuft aber alles vollkommen im Hintergrund ab und ist auch nur in den Handlungen und der Wortwahl in den Dialogen spürbar, denn das Buch hält sich nicht mit Romanzen und anderem zwischenmenschlichen Wirrwarr auf, sondern hat immer die eigentliche Geschichte und das Schicksal der Welt im Fokus.

Außerdem war das Buch sehr spannend, denn es hat mich nach allen Regeln der Kunst an der Nase herum geführt. Insbesondere am Anfang, als der Leser langsam in die verschiedenen Welten eingeführt wird, liegt noch Vieles im Dunklen. Das macht die Handlung unvorhersehbar. Die Spannung hat jedoch auch nicht nachgelassen, als ich mich genauer in den Welten auskannte. Der Schreibstil ist packend und viele Szenen sind wirklich mitreißend. Zeitweise bin ich regelrecht nervös geworden und konnte gar nicht schnell genug weiter lesen. Außerdem hat die Autorin es geschafft, die Spannung selbst in Atempausen, in denen nur die Umgebung beschrieben wird, noch weiter zu steigern. Kribbelnde Vorahnungen haben mich ganz verrückt gemacht.

Neben den großen Konstrukten wie dem Spannungsbogen und den Protagonisten gab es auch viele kleine Dinge, die mir Freude bereitet haben. Dazu gehören beispielsweise einige Nebencharaktere, die ich sehr ins Herz geschlossen habe. Leider haben diese am Ende des Buches nicht mehr alle gelebt, aber bei den bedrohlichen Entwicklungen war abzusehen, dass es eine Menge Tote geben würde. Darüber hinaus fand ich die Beschreibung der Magie wirklich faszinierend. Es handelt sich dabei nicht um eine Gabe oder Fähigkeit, sondern um beinahe so etwas wie ein Lebewesen. Die Magie verfolgt eigene Ziele, denkt und handelt selbstständig und wirkt damit unglaublich lebendig. Hin und wieder ist sogar ein Abschnitt des Buches aus der Perspektive der Magie geschrieben. Das fand ich gleichermaßen faszinierend und beängstigend. Und zu guter Letzt ist noch das Ende des Buches zu nennen, das wunderbar abgerundet ist. Das Buch ist in sich abgeschlossen und zufriedenstellend beendet, aber es lassen sich gleichzeitig noch einige Fäden finden, mit denen die Fortsetzungen gewinnbringend gefüllt werden können.

Fazit:
Das Buch hat mir wunderbar gefallen. An den Protagonisten hatte ich vom ersten Moment an meine Freude. Das hat sich bis zum Schluss nicht geändert. Besonders gefallen hat mir, dass das Buch auf Romantik verzichtet und den Fokus stattdessen immer auf die Geschichte legt. Charaktere und Beziehungen entwickeln sich innerhalb der Handlung weiter. Diese Handlung ist außerdem durchweg spannend und über weite Strecken unvorhersehbar. Das Buch hat mich wirklich an der Nase herum geführt. Dafür bekommt „Vier Farben der Magie“ alle fünf Schreibfedern von mir.


Ich bedanke mich beim Fischer Verlag und bei lovelybooks für das Rezensionsexemplar.

Montag, 1. Mai 2017

[Statistik] April 2017

Im April habe ich endlich die Bücher beendet, die ich schon seit einer Weile nebenbei gelesen habe. Eigentlich mag ich es gar nicht, Bücher parallel zu lesen, deshalb bin ich froh, dass ich alle angefangenen Bücher jetzt beendet habe. Sonst lief es aber nicht besonders gut diesen Monat, da hatte ich mir deutlich mehr vorgenommen. Aber immerhin ist eine relativ bunte Vielfalt zusammen gekommen und ich habe meinen SuB um ein paar Leichen erleichtert. Zwar war diesmal wieder das ganze Spektrum von wunderbar bis schrecklich dabei, aber die Bücher, die mir weniger gefallen haben, waren kurz, deshalb kann ich damit leben.


Neuzugänge:

- "Vier Farben der Magie" von V. E. Schwab [Leserundenexemplar]
- "Captive Prince" von C. S. Pacat [Geschenk]
- "More happy than not" von Adam Silvera [Geschenk]
- "Der Prinz der Elfen" von Holly Black [Rezensionsexemplar]
- "Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" von Sabaa Tahir [Geschenk]

Gesamtanzahl: 5 Bücher





Gelesen:

- "Chosen - Die Bestimmte" von Rena Fischer (461 Seiten) [3/5]
- "Der Schattenjäger-Codex" von Cassandra Clare (311 Seiten) [3/5]
- "Das Runner's World Laufbuch für Einsteiger" von diversen Autoren (230 Seiten) [5/5]
- "Quidditch im Wandel der Zeiten" von Joanne K. Rowling (71 Seiten) [2/5]
- "Zwölf" von Nick McDonell (230 Seiten) [1/5]

Bücher insgesamt: 5 Bücher
Seiten insgesamt: 1303 Seiten
durchschnittliche Bewertung: 2,8 von 5 Schreibfedern
durchschnittliche Anzahl der Tage auf dem SuB: 374 Tage







Highlight des Monats:


Unglaublich, aber wahr: Ein Sachbuch macht das Rennen. Eigentlich bin ich nicht der Typ für Ratgeber, aber das Buch war wirklich genial. Es hat meine Gedanken gelesen, ist auf all meine Bedenken eingegangen, hat mir wertvolle und nützliche Tipps geliefert und war dabei auch immer grundehrlich. Ganz große Empfehlung!


Enttäuschung des Monats:


An diesem Buch stimmte für mich nichts. Die Handlung war im Grunde nicht vorhanden, hat sich ständig wiederholt und war damit richtig langweilig. Außerdem wird das Buch aus den Perspektiven von so vielen platten Charakteren geschildert, dass ich nicht einmal weiß, wie viele Erzähler es eigentlich nicht. Die Flut an Namen ging links rein und rechts wieder raus.

Freitag, 28. April 2017

Neuzugänge #79


Es geht langsam voran mit dem SuB-Abbau. Aber gleichzeitig natürlich leider auch wieder mit dem SuB-Aufbau. Eigentlich war das anders geplant, aber ich konnte meine Finger mal wieder nicht von einer Leserunde lassen und meine Oma wollte mir unbedingt ein Buch schenken. Daher habe ich jetzt schon wieder zwei Neuzugänge. Zum Glück habe ich für den Mai eine Prioritätenliste geschrieben, welche Bücher ich dringend brauche und welche noch etwas warten müssen. Vielleicht bekomme ich damit die Neuzugänge in den Griff.


"Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" hat mir meine Oma geschenkt. Den zweiten Band habe ich vor ... einigen Monaten gewonnen. Jetzt besitze ich auch den ersten Teil und kann die Reihe anfangen. Sobald ich Zeit dafür finde. Irgendwann.
Von lovelybooks habe ich außerdem "Vier Farben der Magie" als Leserundenexemplar bekommen. Damit bin ich auch schon fast halb durch. Und ich muss sagen, dass es mir echt richtig gut gefällt. Ja, es hat durchaus konstruierte Momente, ohne die die Geschichte nicht funktionieren würde, aber es ist spannend und unvorhersehbar. Zum Glück stehen die Erscheinungstermine für die folgenden Teile auch schon.

Mittwoch, 26. April 2017

[Rezension] Zwölf – Nick McDonell


Titel: Zwölf
Autor: Nick McDonell
Verlag: KiWi
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2003
Einband: Softcover
Seiten: 230
ISBN: 978-3-462032-28-4
Preis: 7,90 € [D]

Klappentext:
White Mike ist clean. Er raucht nicht, er trinkt nicht, er kifft nicht. Aber er ist ein erfolgreicher Drogendealer. White Mike war gut in der Schule, doch die Schulzeit ist seit sechs Monaten vorbei. Und obwohl sich manche Leute fragen, was er eigentlich die ganze Zeit treibt, kümmert es keinen, dass sich White Mike ein Jahr Auszeit nimmt, bevor er dann aufs College geht. Vielleicht aber auch nicht. White Mikes Kunden sind reiche weiße Highschool-Schüler, die in den Schulferien gegen die Langeweile kämpfen und dabei viel Geld ausgeben. Während ihre erfolgreichen Eltern im Urlaub oder auf Geschäftsreise sind, feiern sie in deren New Yorker Villen Sex- und Drogenpartys. Es ist kurz nach Weihnachten, und Silvester soll die größte Party aller Zeiten stattfinden ...

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
An dieses Buch bin ich vollkommen ohne jegliche Erwartung herangegangen. Trotzdem hat das Buch es geschafft, irgendwie noch schlechter zu sein. Denn auf den ersten 225 (von 230) Seiten passiert: nichts. Die einzelnen Kapitel, die manchmal nur eine und selten mehr als vier Seiten lang sind, sind kaum zusammenhängende Aneinanderreihung derselben Dinge. Es geht um das Beschaffen von Drogen, das Konsumieren von Drogen, Schlägereien und andere Gewalttaten, Partys, Alkohol und Sex – wobei die Charaktere nicht einmal wirklich Sex haben, sondern sich einfach nur in aller Vulgarität darüber auslassen, dass sie jedes Mädchen gerne ins Bett bekommen würden. Mehr Handlung hat das Buch nicht, bevor es dann mit einem kurz zusammengefassten, vollkommen aus dem Zusammenhang gerissenen Knaller endet. Das war wirklich unglaublich langweilig zu lesen. Möglicherweise soll die Tatsache, dass die Charaktere beinahe alle minderjährig sind, den Leser schockieren, aber das ist völlig an mir vorbei gegangen.

Neben der fehlenden Handlung waren auch die ständigen Perspektivenwechsel ein großes Problem für mich. Bis zum Schluss konnte ich die Figuren schlichtweg nicht auseinander halten. Sie sind alle Kinder reicher Eltern, nehmen Drogen, feiern Partys, betrinken sich und denken, egal ob männlich oder weiblich, ständig über den Sex nach, den sie dann doch nicht haben. Weder im Charakter noch in den Handlungen haben sich die Charaktere irgendwie unterschieden. Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich nicht einmal weiß, aus wie vielen Perspektiven das Buch eigentlich geschildert wird. Geschätzt hätte ich zwischen zehn und zwanzig. Jede neue Perspektive war aber bloß eine Wiederholung der Beschreibungen irgendeines vorherigen Erzählers – mit einem neuen Namen. Noch verwirrender wurde es dadurch, dass die Charaktere sich zum Teil kennen, zum Teil aber auch nicht, manchmal haben sie schon voneinander gehört oder sie kennen sich um mehrere Ecken. Oder auch nicht.

Die einzige Figur, die aus der gleichförmigen Masse heraussticht, ist White Mike. Allerdings sind die Kapitel, die aus seiner Perspektive geschildert werden, kein Stück interessanter. Er trifft einfach nur nacheinander die unzähligen Charaktere und verkauft ihnen Drogen. Dabei wird auch keinerlei Begründung geliefert, warum er das macht. Er ist intelligent genug, um aufs College zu gehen, hat das Geld nicht nötig, die falschen Freunde hat er auch nicht und unter Druck gesetzt wird er ebenfalls nicht. Er dealt halt einfach. Das hebt ihn zwar von den anderen Charakteren ab, da er auf der anderen Seite des Tisches sitzt, aber schlussendlich ist er genauso platt konstruiert wie alle andere Figuren.

Fazit:
Mit diesem Buch konnte ich überhaupt nichts anfangen. Es wird erzählt von einer extrem großen Anzahl an Figuren, die ich aber überhaupt nicht auseinander halten kann, weil sie alle gleich denken und handeln. Daher weiß ich nicht einmal, wie viele Erzähler es tatsächlich sind. Die kurzen, aneinander gereihten Kapitel wiederholen trotz vieler Erzähler immer dieselben Elemente: Drogen, Alkohol, Sex, Partys und Gewalt. Nur die letzten fünf Seiten haben tatsächlich Handlung, die allerdings völlig aus dem Zusammenhang gerissen ist. Da für mich an „Zwölf“ absolut gar nichts gestimmt hat, vergebe ich nur eine Schreibfeder.