Sonntag, 21. Januar 2018

Neuzugänge #92

Die ersten drei Wochen des neuen Jahres sind schon wieder vorbei. Die Zeit rennt genauso wie im letzten Jahr. Es sind auch schon wieder drei Rezensionsexemplare bei mir eingezogen, auf die ich sehr gespannt bin. Bislang konnte ich meinen Vorsatz, immer erst zwei Bücher lesen zu wollen, bevor ich einen Neuzugang habe, nicht umsetzen. Aber im Januar erscheinen auch immer viele interessante Bücher, das kann ich bestimmt in den nächsten Monaten wieder aufholen.



Die Dämonenakademie 3: Die Prophezeiung (Q)
Endlich ist der letzten Band der Reihe von Taran Matharu erschienen. Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und ich liebe Fletcher, den Protagonisten. Sobald wie möglich werde ich mich in die Geschichte stürzen, nachdem der zweite Band mit einen enormen Cliffhanger endete. Bislang kann ich die Reihe wirklich jedem nur empfehlen.


Mindjack 1: Open Minds (Q)
Überraschend hat mir der Übersetzer der Reihe von Susan Kaye Quinn, Michael Drecker, den ersten Band der Reihe als Rezensionsexemplar angeboten. In der Geschichte geht es um Kira, die, im Gegensatz zum Großteil der Menschheit, keine Gedanken lesen kann und deren Gedanken darum auch nicht von anderen gelesen werden können. Mich hat das Konzept von Anfang an fasziniert, weil die Konstellation andersherum ist als normalerweise. Gedankenlesen ist hier Normalität und Außenseiter sind diejenigen, die es eben nicht können. Ich bin sehr gespannt auf dieses Buch, danke für das Rezensionsexemplar!


Angelfall 3: Am Ende der Welt (Q)
Auch der dritte Teil der Reihe von Susan Ee ist jetzt endlich erschienen. Der erste Teil hat mich sehr positiv überrascht, sodass ich es immer kaum erwarten konnte, bis es endlich weiter ging. Jetzt ist der dritte Teil als Rezensionsexemplar bei mir eingezogen und wird verschlungen, sobald ich mein aktuelles Buch beendet habe. Irgendwie bin ich Raffe tatsächlich ein wenig verfallen und ich freue mich auch wieder sehr auf die Begegnungen mit seinem Schwert.


Pilates: Das komplette Trainingsbuch (Q)
Ebenfalls als Rezensionsexemplar ist bei mir das Buch von Stefanie Rahn und Christian Lutz eingezogen. Letztes Semester habe ich einen Pilates-Kurs besucht, der mir ganz gut gefallen hat. Da sich die Übungen auch wunderbar für Zuhause eignen, ich ohne Vorlage aber doch nichts mache, habe ich mich beworben, das Buch zu testen. Bislang ist es zum Teil ganz hilfreich, um mir beim Benutzen der richtigen Muskelgruppen zu helfen, allerdings doppelt sich der Inhalt zum Teil. Ich bin gespannt, was die restlichen Seiten bringen.

Donnerstag, 18. Januar 2018

[Aktion] Top Ten Thursday #30 | 10 liebste Einzelbände

Die Suche nach den zehn Büchern für den heutigen Top Ten Thursday hat deutlich gemacht: Ich bin ein Reihen-Leser. Unter den 46 Büchern, an die ich schon die volle Punktzahl vergeben habe, sind gerade einmal 14 Einzelbände. Allerdings war es trotzdem nicht leicht, mich für meine zehn Favoriten zu entscheiden. Letztlich habe ich überlegt, bei welchen Büchern ich mich am meisten erinnere. Die Hälfte der Bücher hat schon wieder schwule Protagonisten, das war schon beim letzten Top Ten Thursday so, bei dem ich mitgemacht habe (Highlights 2017). Ich bin sehr gespannt, ob ich bei euch interessante Einzelbände finde, die die Mischung etwas bunter machen.

Weitere Informationen zur Aktion findet ihr bei Aleshanee von 'Weltenwanderer'. :)


Das heutige Thema
10 liebste Einzelbände 

Meine Top Ten
(willkürlich sortiert)

"Der Tintenschnüffler und die Weltenweber": Es handelt sich um ein wirklich tolles Kinderbuch mit wunderschönen Illustrationen. Die fantastische Welt ist der Autorin wunderbar gelungen und die Protagonisten erleben ein spannendes Abenteuer.

"Battle Island": Das Buch war unfassbar spannend. Es wird nicht in chronologischer Reihenfolge erzählt, wodurch die Dramatik besonders deutlich geworden ist. Die aufgeheizte, gewalttätige Stimmung war wirklich mitreißend.

"Seelen": Das Buch war eine riesige Überraschung. Charaktere, Handlung, Spannung, Schreibstil - alles war anders als in 'Twilight', was ich echt nicht mochte. In 'Seelen' ist es zu einer gelungenen Mischung zusammengebaut, sodass ich viel Spaß beim Lesen hatte.

"Ich und die Menschen": Mein erstes Buch von Matt Haig war gleichermaßen lustig und herzerwärmend. Die Menschheit durch die Augen eines Außerirdischen zu betrachten, hat mich mehrmals zum Lachen gebracht. Doch es gibt auch Berührendes zu entdecken.

"You're never weird on the internet (almost)": In meiner Liste findet sich sogar eine Autobiographie. Felicia Day hat es geschafft, so von ihren eigenen Erfahrungen zu berichten, dass der Leser daraus lernen kann. Oft habe ich mich in diesem Buch wiedererkannt.

"Drahtseiltänzer: Die Geschichte von Noah und Ciro": Die Geschichte ist traumhaft. Das Buch hat mir eine emotionale Achterbahnfahrt beschert, ohne dabei den realistischen Bezugsrahmen zu verlassen. Es war mitreißend geschrieben und Ciro ist ein ungewöhnlicher und faszinierender Charakter.

"Cavaliersreise: Die Bekenntnisse eines Gentlemans": In diesem Buch findet eine der sorgfältigsten Charakterentwicklungen statt, die ich letztes Jahr gelesen habe. Diese ist langsam, sanft und liebevoll erzählt. Außerdem gab es viel zu lernen und Humor und Ernsthaftigkeit haben sich in gutem Rhythmus abgewechselt.

"Simon vs. The Homo Sapiens Agenda": Dieses Buch hatte mich sofort. Beim zweiten Satz habe ich das erste Mal laut gelacht. Und dann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen - im Bus, beim Essen, beim Laufen. Das Buch ist sehr sanft, lebensfroh, subtil und innig.

"The Love Interest": Es ist perfekt. Ein Jugendbuch, das alle Klischees, Stereotype und die nervigen, immer gleichen Aspekte wie Liebesdreiecke aus Jugendbüchern aufgreift und sich gnadenlos darüber lustig macht. Das alles verpackt in eine interessante Geschichte mit sehr sympathischen Charakteren.

"Shilsas: In den Nebeln": Die Atmosphäre des Buches ist gigantisch und die Spannung nervenaufreibend, selbst wenn gar nichts passiert. Die Intensität war unglaublich mitreißend. Ich habe mich gefühlt als wäre auch ich in Shilsas in den Nebeln.

Montag, 15. Januar 2018

[Rezension] Herrscherin der tausend Sonnen – Rhoda Belleza


Titel: Herrscherin der tausend Sonnen
Autor: Rhoda Belleza
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2017
Einband: Softcover
Seiten: 394
ISBN: 978-3-570164-70-9
Preis: 14,99 € [D]

Klappentext
Kronprinzessin Rhiannon Ta'an will nur eins: Rache. Offiziell wird sie als zartes, hilfloses Geschöpf dargestellt, das unter dem strengen Schutz des Kronregenten steht: Rhee, die einzige noch lebende Nachfahrin der uralten Herrscherdynastie von Kalu, soll mit 16 zur Kaiserin gekrönt werden – ohne wirklich Macht zu erhalten. Für Rhee bedeutet die Krönung die heiß ersehnte Stunde der Rache. Denn seit ihre gesamte Familie, als Rhee sechs Jahre alt war, brutal ausgelöscht wurde, arbeitet sie darauf hin, die Mörder zur Strecke zu bringen.
Doch dann entgeht sie selbst nur knapp einem Anschlag auf ihr Leben und taucht unter. Kaum wird Rhees vermeintlicher Tod verkündet, hat die Regierung den angeblichen Mörder bereits im Visier – Pilot Alyosha, Medienstar und Mädchenschwarm, den allein seine Herkunft verdächtig macht: Er stammt aus Wraeta, dem Erzfeind Kalus. Aly und Rhee, beide auf der Flucht vor der Regierung, ahnen noch nicht, dass das Schicksal der ganzen Galaxie in ihren Händen liegt. Denn ein perfider Plan droht ihre Welt in einen interplanetaren Krieg zu stürzen.

Einordnung
- Herrscherin der tausend Sonnen (Teil 1)
- Rebellin der tausend Sterne (Teil 2, ET Juni 2018)
- unbekannt

Erster Satz
Rhee rannte über den belebten Marktplatz und wirbelte dabei Staub auf, der sich in der geringen Schwerkraft Nau Frumas nur langsam wieder legte.
(Seite 13)

Rezension
Nachdem ich jetzt für die Rezension den Klappentext noch mal gelesen habe, gefällt mir die Konzeption des Buches noch besser. Insbesondere der zweite Teil des Klappentextes klingt nämlich viel mehr nach Klischee-Jugendbuch als die Geschichte eigentlich war. Unter anderem ist Soldat Aly zwar galaxieweit durch die Serie bekannt, die auf seinem Raumschiff gedreht wird, doch die Kameras sind ihm genauso unangenehm wie die Aufmerksamkeit. Er versucht einfach immer, sich von seiner besten Seite zu zeigen, die aber weder arrogant noch charmant, sondern einfach freundlich, gutherzig und loyal ist. Ein Mädchenschwarm ist er nur, weil er gezwungen wird, jede seiner Bewegungen von Kameras aufzeichnen zu lassen. Damit war er als Figur schon ganz anders als erwartet.
Noch mehr überrascht hat mich allerdings, dass Aly und Rhee nicht zufällig in der Weite der Galaxie aufeinander treffen, sich sofort unsterblich verlieben und gemeinsam flüchten. Das hatte ich nach dem Klappentext erwartet, insbesondere als nach dem Aufschlagen des Buches dann auch noch deutlich wurde, dass abwechselnd aus beiden Perspektiven berichtet wird. In Wahrheit erlebt dann aber jeder von ihnen sein ganz eigenes Abenteuer, sie treffen nur einmal ganz kurz aufeinander, wechseln dabei aber kein Wort, und haben zudem Gefühle für zwei andere Personen. Damit hat mich der Ablauf der Handlung wirklich überrascht. Ich kann also nur raten, sich nicht vom Klappentext abschrecken zu lassen.

Wo das Buch Stärken in der Konzeption hatte, hatte es allerdings leider Schwächen im Inhalt. Das Verhältnis der Protagonisten zueinander verlief ganz anders als erwartet, dafür war ein Großteil der restlichen Handlung vorhersehbar. Manche Dinge wusste ich schon, bevor ich das Buch auch nur angefangen hatte, weil es in den typischen, altbekannten Bahnen verlief. Doch auch während des Lesens war es kaum anders. Insbesondere bezüglich der Offenbarung ganz am Ende wurden so viele Hinweise gestreut, dass es einfach nicht mehr zu übersehen war.
Außerdem habe ich bis zum Schluss Schwierigkeiten mit den Örtlichkeiten der Galaxie gehabt. Es gibt zwar ganz vorne im Buch eine Liste mit Planeten, Monden und Galaxien, die ist aber alles andere als vollständig. Zudem sind manche Planeten Territorien anderer Planeten und die jeweiligen Quadranten, in denen sie liegen, haben dann nochmals andere Namen. Das allein war schon verwirrend genug. Hinzu kam dann noch, dass abwechselnd als Rhees und Alys Perspektive berichtet wird, die beide ihre eigene wilde Odyssee kreuz und quer durch den Weltraum unternehmen. Die meiste Zeit hatte ich keine Ahnung, wo sie gerade eigentlich waren und ob es sich dabei um Freundes- oder Feindesland handelte.

Nichtsdestotrotz habe ich mich durch das Buch ganz gut unterhalten gefühlt. Sowohl Aly als auch Rhee waren mir von Anfang an sympathisch und ich habe ihre Reise gerne verfolgt, auch wenn sie mich nicht übermäßig berührt haben. Außerdem hat es eine ganze Weile gedauert, bis mir klar wurde, worauf das Buch im Gesamtkontext hinauslaufen würde. Dadurch war es an manchmal Stellen durchaus spannend. Das Buch ist keine überwältigende Space-Opera, aber es eignet sich gut als leichte Lektüre nebenbei.

Fazit
Das Buch war anders als erwartet. Der Klappentext hat es nach einem Klischee-Jugendbuch klingen lassen, doch das war es meist nicht. Die beiden Protagonisten treffen nur ein einziges Mal kurz aufeinander, sodass unglaubwürdige Zufälle und die obligatorische Liebesgeschichte ausbleiben. Allerdings haben die strikt getrennten Aufenthaltsorte meine Orientierung in der Galaxie noch mehr erschwert. Bis zum Schluss habe ich mich nicht zurecht gefunden. Außerdem waren Teile der Handlung trotzdem vorhersehbar. Insgesamt habe ich mich aber nett unterhalten gefühlt. „Herrscherin der tausend Sonnen“ bekommt für eine gute Konzeption, aber schwachen Inhalt drei Schreibfedern von mir.


Ich bedanke mich beim cbt Verlag und beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.